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Erläuterungen zur Konzernbilanz

(16) Immaterielle Vermögenswerte

28 KB EXCEL
Kundenbeziehungen, Marktzulassungen, Patente, Lizenzen und ähnliche
Rechte, Markennamen, Warenzeichen und Sonstiges1
Geschäfts- oder Firmenwerte1 Software1 Geleistete Anzahlungen und in Entwicklung befindliche Software Gesamt1
in Mio. € Bestimmte Nutzungsdauer Noch nicht nutzungsbereit
Anschaffungs- und Herstellungskosten, Stand 1.1. 2015 12.325 634 5.694 354 37 19.044
Veränderungen im Konsolidierungskreis 5.743 8.765 29 68 14.605
Zugänge 303 126 2 43 474
Abgänge – 3 – 9 – 13
Umbuchungen 8 – 2 37 – 38 5
Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte – 61 – 22 – 83
Währungsumrechnungsdifferenz 141 54 6 201
Stand 31.12.2015 18.455 757 14.492 418 111 34.232
Kumulierte Abschreibungen, Stand 1.1. 2015 – 6.926 – 465 – 257 – 7.648
Veränderungen im Konsolidierungskreis
Abschreibungen – 948 – 36 – 984
Wertminderungen – 6 – 109 – 115
Abgänge 3 9 12
Umbuchungen – 4 – 4
Wertaufholungen
Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 38 38
Währungsumrechnungsdifferenz – 104 – 5 – 109
Stand 31.12.2015 – 7.948 – 574 – 289 – 8.811
Restbuchwerte, Stand 31.12.2015 10.507 184 14.492 129 111 25.422
Anschaffungs- und Herstellungskosten, Stand 1.1.2016 18.455 757 14.492 418 111 34.232
Veränderungen im Konsolidierungskreis 1 138 140
Zugänge 16 12 2 106 136
Abgänge – 1 – 2 – 10 – 13
Umbuchungen – 3 26 – 19 4
Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte – 2 – 9 – 10
Währungsumrechnungsdifferenz 312 443 3 2 760
Stand 31.12.2016 18.780 766 15.064 439 200 35.248
Kumulierte Abschreibungen, Stand 1.1.2016 – 7.948 – 574 – 289 – 8.811
Veränderungen im Konsolidierungskreis
Abschreibungen – 1.218 – 59 – 1.277
Wertminderungen – 94 – 12 – 11 – 118
Abgänge 2 10 12
Umbuchungen 3 3
Wertaufholungen
Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte
Währungsumrechnungsdifferenz – 62 – 6 – 1 – 69
Stand 31.12. 2016 – 9.318 – 585 – 344 – 13 – 10.259
Restbuchwerte, Stand 31.12. 2016 9.462 181 15.064 95 187 24.989
1
Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe Anmerkung „Akquisitionen sowie zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen“.

Die Buchwerte von „Kundenbeziehungen, Marktzulassungen, Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte, Markennamen, Warenzeichen und Sonstiges“ sowie der Geschäfts- oder Firmenwerte ließen sich wie folgt den Unternehmensbereichen zuordnen:

36 KB EXCEL

in Mio. €
Restnutzungsdauer
in Jahren
Healthcare Life Science Performance Materials Gesamt 31.12.2016 Gesamt 31.12.20151
Kundenbeziehungen, Marktzulassungen, Patente, Lizenzen und
ähnliche Rechte, Markennamen, Warenzeichen und Sonstiges
Bestimmte Nutzungsdauer 1.639 6.656 1.166 9.462 10.507
Rebif® 3,0 1.105 1.105 1.473
Gonal-f® 2,0 190 190 285
Xalkori® 5,0 153 153 262
Saizen® 3,0 92 92 123
Sonstige Marktzulassungen 3,0 – 5,3 68 68 86
Technologien 0,1 – 16,3 443 957 1.400 1.542
Davon: Aus der Akquisition der AZ Electronic Materials S.A. 4,3 – 16,3 918 918 999
Marken 0,2 – 10,9 5 1.087 13 1.105 1.186
Davon: Aus der Akquisition der Sigma-Aldrich Corporation 10,9 862 2 864 921
Kundenbeziehungen 0,2 – 20,9 1 5.121 189 5.311 5.507
Davon: Aus der Akquisition der Sigma-Aldrich Corporation 19,9 – 20,9 4.236 189 4.425 4.486
Davon: Aus der Akquisition der Millipore Corporation 1,5 – 10,5 859 859 988
Sonstige 1,2 – 17,5 25 4 8 37 44
 
Noch nicht nutzungsbereit 181 181 184
 
Geschäfts- oder Firmenwerte 1.811 11.801 1.452 15.064 14.492
1
Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe Anmerkung „Akquisitionen sowie zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen“.

Kundenbeziehungen, Marktzulassungen, Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte, Markennamen, Warenzeichen und Sonstiges

Die Veränderungen im Konsolidierungskreis beinhalteten im Geschäftsjahr 2015 im Wesentlichen die Zugänge an immateriellen Vermögenswerten aus den Akquisitionen der Sigma-Aldrich Corporation, USA, sowie der Ormet Circuits, Inc., USA. Im Geschäftsjahr 2016 sind in den Veränderungen im Konsolidierungskreis insbesondere die Zugänge an immateriellen Vermögenswerten aus der Akquisition der BioControl Systems, Inc., USA, enthalten. Diese Akquisitionen und die zugehörigen Effekte sind in der Anmerkung (4) „Akquisitionen sowie zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen“ detailliert dargestellt.

Der Restbuchwert von „Kundenbeziehungen, Marktzulassungen, Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte, Markennamen, Warenzeichen und Sonstiges“ mit bestimmter Nutzungsdauer in Höhe von 9.462 Mio. € (Vorjahr: 10.507 Mio. €) beinhaltete vor allem die im Rahmen der Akquisitionen der Sigma-Aldrich Corporation, der AZ Electronic Materials S.A., der Millipore Corporation und der Serono SA identifizierten und aktivierten immateriellen Vermögenswerte. Der wesentliche Teil davon entfiel auf Kundenbeziehungen.

Die Zugänge bei den immateriellen Vermögenswerten mit bestimmter Nutzungsdauer beliefen sich im Geschäftsjahr 2016 auf 16 Mio. € (Vorjahr: 303 Mio. €) und entfielen in Höhe von 9 Mio. € im Wesentlichen auf den Unternehmensbereich Performance Materials.

Bei den immateriellen Vermögenswerten mit bestimmter Nutzungsdauer ergaben sich in Geschäftsjahr 2016 Wertminderungen in Höhe von 94 Mio. € (Vorjahr: 6 Mio. €). Eine Wertminderung des Co-Kommerzialisierungsrechts für Xalkori® in Höhe von 71 Mio. € entfiel auf den Unternehmensbereich Healthcare. Die Wertminderung wurde aufgrund eines zunehmend kompetitiven Umfelds für ALK-Inhibitoren und dementsprechend revidierter Gewinnerwartungen aus dem Co-Kommerzialisierungsrecht vorgenommen. Zudem wurde im Unternehmensbereich Performance Materials die Marke SAFC Hitech teilweise wertgemindert, da entschieden wurde, diese Marke ab dem 1. Januar 2018 nicht mehr zu verwenden. Dies führte zu einer Wertminderung in Höhe von 14 Mio. €. Im Unternehmensbereich Life Science wurden Wertminderungen in Höhe von 9 Mio. € vorgenommen, die im Wesentlichen auf eine nicht mehr genutzte Technologie zurückzuführen waren. Die Sachverhalte wurden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen unter den Wertminderungen ausgewiesen.

Bei den noch nicht nutzungsbereiten „Kundenbeziehungen, Marktzulassungen, Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte, Markennamen, Warenzeichen und Sonstiges“ handelte es sich überwiegend um Rechte, die Merck im Zusammenhang mit Wirkstoffen, Produkten oder Technologien erworben hatte und die sich noch im Forschungs- und Entwicklungsstadium befanden. Aufgrund der Unsicherheit, inwieweit diese Projekte letztlich zur Vermarktung verkaufsfähiger Produkte führen, war der Zeitraum, über den ein daraus resultierender aktivierter Vermögenswert einen Nutzenzufluss an das Unternehmen generieren wird, noch nicht bestimmbar. Die Abschreibung wird erst mit dem Zeitpunkt der Marktzulassung der Produkte beginnen und erfolgt linear über den kürzeren Zeitraum von Patent- beziehungsweise Vertragslaufzeit oder geschätzter Nutzungsdauer.

Die Wertminderungen auf noch nicht nutzungsbereite „Kundenbeziehungen, Marktzulassungen, Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte, Markennamen, Warenzeichen und Sonstiges“ in Höhe von 12 Mio. € (Vorjahr: 109 Mio. €) entfielen auf den Unternehmensbereich Healthcare und sind im Wesentlichen auf Entwicklungsprojekte, die nicht weiter verfolgt werden, zurückzuführen. Die Wertminderungen auf „Geleistete Anzahlungen und in Entwicklung befindliche Software“ in Höhe von 11 Mio. € sind auf eingestellte Softwareentwicklungen zurückzuführen. Die Wertminderung wurde in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen unter den Wertminderungen ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2016 wurden direkt zurechenbare Fremdkapitalkosten auf qualifizierte Vermögenswerte in Höhe von 3 Mio. € (Vorjahr: 3 Mio. €) aktiviert.

Im Berichtsjahr dienten keine immateriellen Vermögenswerte der Besicherung von Verbindlichkeiten.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Die Geschäfts- oder Firmenwerte entstanden vor allem im Rahmen der Akquisitionen der Sigma-Aldrich Corporation, der AZ Electronic Materials S.A., der Millipore Corporation und der Serono SA. Die währungsbedingten Änderungen der Geschäfts- oder Firmenwerte resultierten nahezu ausschließlich aus der Umrechnung der zum Teil in US-Dollar geführten Geschäfts- oder Firmenwerte aus den Akquisitionen der Sigma-Aldrich Corporation, der AZ Electronic Materials S.A. und der Millipore Corporation. Für weitere Angaben zu der Akquisition von Sigma-Aldrich wird auf Anmerkung (4) „Akquisitionen sowie zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen“ verwiesen.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden im Geschäftsjahr 2016 nicht wertgemindert. Die im Rahmen des Wertminderungstests der Geschäfts- oder Firmenwerte zugrunde gelegten Annahmen sind in Anmerkung (6) „Ermessensentscheidungen und Schätzungsunsicherheiten“ dargestellt.

(17) Sachanlagen

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in Mio. € Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken1 Technische Anlagen und Maschinen1 Andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung1
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt1
Anschaffungs- und Herstellungskosten, Stand 1.1.2015 2.635 3.410 1.018 430 7.493
Veränderungen im Konsolidierungskreis 510 233 18 80 840
Zugänge 6 27 28 502 564
Abgänge – 45 – 52 – 54 – 4 – 155
Umbuchungen 129 223 69 – 417 4
Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte
Währungsumrechnungsdifferenz 48 37 13 1 100
Stand 31.12.2015 3.284 3.879 1.091 592 8.846
Kumulierte Abschreibungen, Stand 1.1.2015 – 1.187 – 2.548 – 767 – 1 – 4.503
Veränderungen im Konsolidierungskreis
Abschreibungen – 110 – 197 – 93 – 399
Wertminderungen – 8 – 2 – 4 – 14
Abgänge 41 50 52 1 143
Umbuchungen – 4 – 5 4 – 5
Wertaufholungen 1 1
Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte
Währungsumrechnungsdifferenz – 22 – 30 – 10 – 62
Stand 31.12.2015 – 1.289 – 2.732 – 817 – 4.838
Restbuchwerte, Stand 31.12.2015 1.995 1.147 274 592 4.008
 
Anschaffungs- und Herstellungskosten, Stand 1.1. 2016 3.284 3.879 1.091 592 8.846
Veränderungen im Konsolidierungskreis – 2 – 10 – 7 – 20
Zugänge 17 36 32 669 753
Abgänge – 59 – 82 – 68 – 4 – 214
Umbuchungen 154 221 78 – 460 – 8
Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte – 41 – 2 – 42
Währungsumrechnungsdifferenz 37 26 11 12 85
Stand 31.12.2016 3.391 4.067 1.136 807 9.401
Kumulierte Abschreibungen, Stand 1.1.2016 – 1.289 – 2.732 – 817 – 4.838
Veränderungen im Konsolidierungskreis 8 5 13
Abschreibungen – 147 – 281 – 100 – 529
Wertminderungen – 4 – 1 – 2 – 4 – 11
Abgänge 47 78 64 189
Umbuchungen 3 – 3
Wertaufholungen 1 1 1
Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 41 1 41
Währungsumrechnungsdifferenz – 13 – 19 – 7 – 38
Stand 31.12.2016 – 1.361 – 2.950 – 857 – 4 – 5.171
Restbuchwerte, Stand 31.12.2016 2.030 1.117 279 804 4.230
1
Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe Anmerkung „Akquisitionen sowie zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen“.

Die Veränderungen im Konsolidierungskreis beinhalteten im Geschäftsjahr 2015 im Wesentlichen die Zugänge an Sachanlagen aus den Akquisitionen der Sigma-Aldrich Corporation, USA, sowie der Ormet Circuits, Inc., USA. Im Geschäftsjahr 2016 sind in den Veränderungen im Konsolidierungskreis die Zugänge an Sachanlagen aus der Akquisition der BioControl Systems, Inc., USA, sowie die Abgänge aufgrund der Veräußerung der pakistanischen Tochterunternehmen und der Entkonsolidierung der venezolanischen Gesellschaften enthalten. Eine detaillierte Darstellung der Akquisitionen findet sich in Anmerkung (4) „Akquisitionen sowie zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen“.

Wesentliche Zugänge bei den Anlagen im Bau sind auf die Errichtung einer neuen Konzernzentrale sowie den Bau eines Innovationszentrums am Standort Darmstadt zurückzuführen. Weitere Investitionen am Standort Darmstadt wurden in eine neue OLED-Produktionsanlage sowie ein neues Laborgebäude getätigt. Zusätzlich wurde in eine neue pharmazeutische Produktionsanlage in Nantong, China, sowie in die Produktionsstätten in Bari, Italien, und Reinbek investiert. Des Weiteren wurde am Standort Aubonne, Schweiz, weiter in den Bau einer neuen Verpackungsanlage und in die Erweiterung des Produktionsstandorts investiert. Die Umbuchungen der Anlagen im Bau beinhalteten im Wesentlichen abgeschlossene Teilprojekte in der Konzernzentrale am Standort Darmstadt sowie Investitionen in den USA, China, Frankreich und Spanien.

Im Geschäftsjahr 2016 wurden Wertminderungen in Höhe von 11 Mio. € (Vorjahr: 14 Mio. €) vorgenommen. Diese betrafen größtenteils Vermögenswerte, die dem Unternehmensbereich Life Science zugeordnet waren. Die Wertaufholungen waren insgesamt unwesentlich.

Die der Besicherung von Finanzschulden dienenden Sachanlagen sowie öffentliche Zuschüsse und Subventionen waren unwesentlich.

Direkt zurechenbare Fremdkapitalkosten auf qualifizierte Vermögenswerte wurden in Höhe von 6 Mio. € (Vorjahr: 6 Mio. €) aktiviert.

Die Buchwerte der als Finanzierungsleasing klassifizierten Vermögenswerte unterteilten sich wie folgt:

29 KB EXCEL
in Mio. € 31.12.2016 31.12.2015
Grundstücke und Gebäude 4 6
Fahrzeuge 1 1
Sonstige Sachanlagen 1 1
6 9

(18) Finanzielle Vermögenswerte

30.5 KB EXCEL
in Mio. € Kurzfristig Langfristig 31.12.2016 Kurzfristig Langfristig1 31.12.20151
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen 30 30
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 43 191 233 162 109 271
Kredite und Forderungen 44 10 55 3 17 19
Vermögenswerte aus Derivaten (Finanztransaktionen) 59 17 76 33 5 37
145 218 364 227 130 358
1
Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe Anmerkung „Akquisitionen sowie zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen“.

Die zur Veräußerung verfügbaren kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte enthielten Anleihen in Höhe von 29 Mio. € (Vorjahr: 143 Mio. €).

Die langfristigen zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte beinhalteten im Wesentlichen Unternehmensbeteiligungen in Höhe von 112 Mio. € (Vorjahr: 88 Mio. €) sowie Anteile an wegen untergeordneter Bedeutung nicht konsolidierten Tochterunternehmen in Höhe von 24 Mio. € (Vorjahr: 22 Mio. €). Zudem wurden im Jahr 2016 erstmals Ansprüche auf zukünftige Meilensteinzahlungen im Zusammenhang mit der Veräußerung von Kuvan® erfasst (siehe Anmerkung (4) „Akquisitionen sowie zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen“).

Auf Unternehmensbeteiligungen und sonstige zur Veräußerung verfügbare langfristige finanzielle Vermögenswerte wurden Wertminderungen in Höhe von insgesamt 5 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €) vorgenommen. Bei den zur Veräußerung verfügbaren langfristigen finanziellen Vermögenswerten kam es zu erfolgsneutralen Marktwertanpassungen von 50 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €). Von diesen wurden bei der Veräußerung einer Minderheitsbeteiligung die zuvor erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfassten Marktwertanpassungen von – 31 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €) in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.

Die in den finanziellen Vermögenswerten enthaltenen Kredite und Forderungen sind weder überfällig noch wertberichtigt.

(19) Übrige Vermögenswerte

Die übrigen Vermögenswerte setzten sich folgendermaßen zusammen:

32 KB EXCEL
in Mio. € Kurzfristig Langfristig 31.12.2016 Kurzfristig1 Langfristig 31.12.20151
Übrige Forderungen 272 5 277 152 3 155
Vermögenswerte aus Derivaten (operativ) 7 5 12 8 6 14
Finanzielle Posten 279 10 289 160 9 169
 
Forderungen aus nicht einkommensabhängigen Steuern 205 29 234 176 29 205
Rechnungsabgrenzungsposten 71 12 82 61 20 81
Vermögenswerte aus leistungsorientierten Versorgungsplänen 6 6
Sonstige Vermögenswerte 120 81 200 97 70 166
Nicht finanzielle Posten 395 121 516 341 118 459
674 131 805 500 128 628
1
Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe Anmerkung „Akquisitionen sowie zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen“.

Die übrigen Forderungen enthielten kurzfristige Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen in Höhe von 124 Mio. € (Vorjahr: 35 Mio. €). Dieser Anstieg resultierte aus Erstattungsansprüchen gegenüber Gesellschaftern aus für diese abgeführten Steuern.

Zudem enthielten die übrigen Forderungen Lizenzforderungen in Höhe von 38 Mio. € (Vorjahr: 12 Mio. €).

Die Fälligkeiten der Buchwerte der übrigen Forderungen gegenüber Dritten stellten sich wie folgt dar:

30 KB EXCEL
in Mio. € 31.12.2016 31.12.2015
Weder überfällig noch wertberichtigt 270 153
Überfällig, aber nicht wertberichtigt
bis zu 3 Monate 3 1
bis zu 6 Monate 1
bis zu 12 Monate 2
bis zu 24 Monate 1 1
über 2 Jahre
Wertberichtigt
Übrige Forderungen 277 155

Wie bereits im Vorjahr fanden im Berichtsjahr weder Wertberichtigungen noch Wertaufholungen auf übrige Forderungen statt.

(20) Vorräte

Im Einzelnen gliederten sich die Vorräte in folgende Posten:

29.5 KB EXCEL
in Mio. € 31.12.2016 31.12.20151
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 501 493
Unfertige Erzeugnisse 694 679
Fertige Erzeugnisse / Handelswaren 1.413 1.437
Vorräte 2.607 2.610
1
Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe Anmerkung „Akquisitionen sowie zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen“.

Die Abwertung des Vorratsvermögens in der Berichtsperiode belief sich auf 236 Mio. € (Vorjahr: 133 Mio. €). Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus der erstmaligen ganzjährigen Einbeziehung der Sigma-Aldrich Corporation, USA. Im Jahr 2016 wurden Wertaufholungen auf Vorräte in Höhe von 59 Mio. € (Vorjahr: 47 Mio. €) vorgenommen. Zum Bilanzstichtag dienten keine Vorräte der Besicherung von Verbindlichkeiten.

(21) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Fälligkeitsstruktur der Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellte sich wie folgt dar:

30.5 KB EXCEL
in Mio. € 31.12.2016 31.12.2015
Weder überfällig noch wertberichtigt 2.458 2.321
Überfällig, aber nicht wertberichtigt
bis zu 3 Monate 232 234
bis zu 6 Monate 20 14
bis zu 12 Monate 8 5
bis zu 24 Monate 3 2
über 2 Jahre 1
Wertberichtigt 168 162
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.889 2.738

Die entsprechenden Wertberichtigungen entwickelten sich wie folgt:

30.5 KB EXCEL
in Mio. € 2016 2015
Stand 1.1. – 165 – 126
Zuführungen – 52 – 84
Auflösungen 59 40
Inanspruchnahmen 17 9
Veränderungen des Konsolidierungskreises – 302 – 5
Wechselkurseffekte und andere Veränderungen – 20 1
Stand 31.12. – 464 – 165

Die Veränderungen des Konsolidierungskreises resultierten aus Forderungen gegenüber den abgegangenen venezolanischen Gesellschaften, die in dieser Höhe wertberichtigt waren.

Im Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2016 wurden in Italien Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Nominalwert in Höhe von 54 Mio. € zu einem Preis von 53 Mio. € verkauft. In diesem Zusammenhang konnten bereits gebildete Wertberichtigungen in Höhe von 2 Mio. € aufgelöst und in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen werden. Aus den verkauften Forderungen bestehen keine weiteren Rückgriffsrechte gegenüber Merck.

(22) Ertragsteuererstattungsansprüche

Die Ertragsteuererstattungsansprüche betrugen 403 Mio. € (Vorjahr: 391 Mio. €). Die Steuererstattungsansprüche resultierten vor allem aus Steuervorauszahlungen, die über der tatsächlichen Steuerschuld für das abgelaufene Geschäftsjahr und frühere Geschäftsjahre lagen, und aus Erstattungsansprüchen für Vorjahre.

(23) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzten sich wie folgt zusammen:

29 KB EXCEL
in Mio. € 31.12.2016 31.12.2015
Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 662 578
Kurzfristige Geldanlagen (bis 3 Monate) 277 255
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 939 832

Die Entwicklung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 bilden, ist in der Konzernkapitalflussrechnung dargestellt.

In den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sind verfügungsbeschränkte Zahlungsmittel in Höhe von 238 Mio. € (Vorjahr: 327 Mio. €) enthalten. Die verfügungsbeschränkten Finanzmittel betrafen im Wesentlichen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente bei Tochtergesellschaften, über die der Konzern aufgrund von Devisenverkehrskontrollen nur eingeschränkt verfügen kann.

Das maximale Ausfallrisiko entspricht dem Buchwert der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

(24) Eigenkapital

Gesellschaftskapital

Das Gesamtkapital der Gesellschaft setzt sich zusammen aus dem in Aktien eingeteilten Grundkapital sowie dem von der E. Merck KG als persönlich haftendem Gesellschafter gehaltenen Kapitalanteil. Das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 168 Mio. € war zum Bilanzstichtag in 129.242.251 auf den Inhaber lautende Stückaktien ohne Nennbetrag sowie eine Namensaktie eingeteilt und wird als gezeichnetes Kapital ausgewiesen. Der bei der Ausgabe von Aktien durch die Merck KGaA über den Nennbetrag hinaus erzielte Betrag wurde in die Kapitalrücklage eingestellt. Der vom persönlich haftenden Gesellschafter gehaltene Kapitalanteil belief sich auf 397 Mio. €.

Ergebnisanteil der E. Merck KG

Zwischen der E. Merck KG und der Merck KGaA besteht eine wechselseitige Ergebnisabführung. Durch diese wird erreicht, dass die E. Merck KG als Komplementär der Merck KGaA und die Kommanditaktionäre entsprechend dem Verhältnis von Komplementär- und Grundkapital (70,274 % beziehungsweise 29,726 % des Gesellschaftskapitals) am Ergebnis der Merck KGaA beteiligt werden.

Die Ergebnisaufteilung beruht auf den nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs ermittelten Jahresüberschüssen der E. Merck KG und der Merck KGaA. Diese Ergebnisse werden um die Gewerbeertragsteueraufwendungen oder -erträge beziehungsweise Körperschaftsteuer korrigiert und ergeben die der Ergebnisaufteilung zugrunde liegende Basis. Die Regelungen zur Bereinigung der Ergebnisse verweisen teilweise auf gesetzliche Vorschriften, die sich durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz geändert haben. Daher wurden auch die Bestimmungen für die Ergebnisaufteilung in den §§ 27 und 30 der Satzung angepasst, ohne dass sich daraus Auswirkungen auf die Höhe der Ergebnisaufteilung ergaben. Die gesetzlichen und satzungsmäßigen Änderungen wurden im Geschäftsjahr 2016 erstmals wirksam. Zur besseren Vergleichbarkeit wurde die Darstellung der Berechnung auch für das Vorjahr an die neuen Regelungen angepasst. Die satzungsmäßige gegenseitige Ergebnisabführung zwischen der E. Merck KG und der Merck KGaA stellte sich wie folgt dar:

32 KB EXCEL
2016 2015
in Mio. € E. Merck KG Merck KGaA E. Merck KG Merck KGaA
Ergebnis der E. Merck KG vor wechselseitiger Ergebnisabführung, bereinigt um die Gewerbeertragsteuer – 6 – 20
Jahresüberschuss der Merck KGaA
vor wechselseitiger Ergebnisabführung
556 494
Körperschaftsteuer 11 28
Basis für Ergebnisaufteilung (100 %) – 6 567 – 20 522
Ergebnisabführung an die E. Merck KG
Verhältnis Komplementärkapital zum Gesamtkapital
(70,274 %) 398 – 398 367 – 367
Ergebnisabführung von der E. Merck KG
Verhältnis Grundkapital zum Gesamtkapital
(29,726 %) 2 – 2 6 – 6
Körperschaftsteuer – 11 – 28
Jahresüberschuss 394 156 353 121

Das der Ergebnisverteilung zugrunde liegende Ergebnis der E. Merck KG, angepasst um die Gewerbeertragsteuer, betrug – 6 Mio. € (Vorjahr: – 20 Mio. €). Hieraus resultierte eine Ergebnisübernahme der Merck KGaA in Höhe von – 2 Mio. € (Vorjahr: – 6 Mio. €). Der der Ergebnisverteilung zugrunde liegende Jahresüberschuss der Merck KGaA, angepasst um die Körperschaftsteuer, betrug 567 Mio. € (Vorjahr: 522 Mio. €). Von dem Ergebnis der Merck KGaA hat die E. Merck KG einen Gewinn in Höhe von 398 Mio. € übernommen (Vorjahr: 367 Mio. €). Zusätzlich ergab sich ein Aufwand aus Körperschaftsteuerbelastung in Höhe von 11 Mio. € (Vorjahr: 28 Mio. €). Die Körperschaftsteuer wird nur auf das Einkommen der Kommanditaktionäre berechnet. Ihr Äquivalent ist die auf die E. Merck KG entfallende Einkommensteuer. Diese ist jedoch unmittelbar von den Gesellschaftern der E. Merck KG zu entrichten und wird im Jahresabschluss nicht ausgewiesen.

Gewinnverwendung

Die von den Kommanditaktionären zu beschließende Gewinnausschüttung bestimmt zugleich die Höhe des für die E. Merck KG frei verfügbaren Ergebnisanteils. Beschließen die Kommanditaktionäre, einen Teil des ihnen zustehenden Bilanzgewinns der Merck KGaA auf neue Rechnung vorzutragen oder in die Gewinnrücklagen einzustellen, so ist die E. Merck KG verpflichtet, einen gemäß dem Verhältnis von Grund- und Komplementärkapital zu ermittelnden vergleichbaren Betrag bei der Merck KGaA in den Gewinnvortrag / die Gewinnrücklagen einzustellen. Somit wird sichergestellt, dass die Gewinnrücklagen und der Gewinnvortrag der Merck KGaA den Beteiligungsverhältnissen der Kommanditaktionäre einerseits und der E. Merck KG andererseits entsprechen. Für die Ausschüttung an die E. Merck KG steht also nur der Betrag zur freien Verfügung, der sich nach Saldierung der Ergebnisabführung der Merck KGaA mit der von der E. Merck KG zu erbringenden Einstellung beziehungsweise Entnahme aus den Rücklagen / dem Gewinnvortrag ergibt. Dieser Betrag entspricht beteiligungsäquivalent dem Betrag, der als Dividende an die Kommanditaktionäre ausgeschüttet wird.

32 KB EXCEL
2016 2015
in Mio. € E. Merck KG Merck KGaA E. Merck KG Merck KGaA
Jahresüberschuss 394 156 353 121
 
Gewinnvortrag Vorjahr 37 15 72 30
Entnahme aus den Gewinnrücklagen
Einstellung in die Gewinnrücklagen
Bilanzgewinn Merck KGaA 171 151
 
Entnahme E. Merck KG – 392 – 388
Dividendenvorschlag – 155 – 136
Gewinnvortrag 39 16 37 15

Für das Geschäftsjahr 2015 wurde je Aktie eine Dividende in Höhe von 1,05 € ausgeschüttet. Der Gewinnverwendungsvorschlag für das Geschäftsjahr 2016 sieht eine Ausschüttung von 1,20 € je Aktie vor. Der vorgeschlagene Ausschüttungsbetrag an die Kommanditaktionäre beläuft sich auf 155 Mio. € (Vorjahr: 136 Mio. €). Die Entnahme durch die E. Merck KG würde sich auf 392 Mio. € belaufen (Vorjahr: 388 Mio. €).

Rücklagenveränderung

Für das Jahr 2016 ergab sich eine Ergebnisabführung an die E. Merck KG einschließlich Rücklagenveränderung in Höhe von 466 Mio. €. Diese setzte sich zusammen aus der Gewinnübernahme durch die E. Merck KG (– 398 Mio. €), der Ergebnisabführung der E. Merck KG an die Merck KGaA (– 2 Mio. €), der Veränderung des Gewinnvortrags der E. Merck KG (2 Mio. €) sowie der Gewinnabführung der Merck & Cie an die E. Merck KG (– 68 Mio. €). Bei der Merck & Cie handelt es sich um eine Personengesellschaft Schweizer Rechts, die von der Merck KGaA beherrscht wird, jedoch das Ergebnis aus ihrem operativen Geschäft unmittelbar an die E. Merck KG ausschüttet. Bei dieser Ausschüttung handelt es sich um eine Zahlung an einen Anteilseigner, sodass sie ebenfalls als Eigenkapitalveränderung dargestellt wird.

Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

Grundlage für die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter war das bilanzierte Eigenkapital der betreffenden Tochtergesellschaften, gegebenenfalls nach Anpassung an die Bilanzierungsmethoden des Merck-Konzerns sowie anteilige Konsolidierungsbuchungen.

Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital und am Ergebnis beinhalteten im Wesentlichen die Fremdanteile an den börsennotierten Gesellschaften Merck Ltd., Indien, und P.T. Merck Tbk., Indonesien, sowie an der Gesellschaft Merck Ltd., Thailand.

(25) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Für die Mitarbeiter des Merck-Konzerns bestehen je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes unterschiedliche Systeme der Altersversorgung, die in der Regel auf der Dauer der Betriebszugehörigkeit und dem Entgelt der Mitarbeiter basieren. Die Pensionsverpflichtungen umfassen im Merck-Konzern sowohl leistungs- als auch beitragsorientierte Versorgungssysteme und enthalten sowohl Verpflichtungen aus laufenden Pensionen als auch Anwartschaften auf zukünftig zu zahlende Pensionen. Leistungsorientierte Altersversorgungssysteme sind im Merck-Konzern sowohl rückstellungs- als auch fondsfinanziert.

Um die Risiken veränderter Kapitalmarktbedingungen und anderer Entwicklungen zu begrenzen, werden neu eintretenden Mitarbeitern seit einigen Jahren ausschließlich Pläne angeboten, die nicht auf dem Endgehalt basieren.

Der in der Konzernbilanz erfasste Wert für „Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen“ leitete sich wie folgt her:

31.5 KB EXCEL
in Mio. € 31.12.2016 31.12.2015
Barwert aller definierten Leistungsverpflichtungen 4.698 4.153
 
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens – 2.386 – 2.323
Finanzierungsstatus 2.312 1.830
 
Auswirkungen der Vermögensobergrenzen 1
Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen 2.313 1.830
 
Vermögenswerte aus leistungsorientierten Versorgungsplänen 6
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.313 1.836

Die Berechnung der definierten Leistungsverpflichtungen sowie des in bestimmten Fällen zugehörigen Planvermögens beruhte auf folgenden versicherungsmathematischen Annahmen:

31 KB EXCEL
Deutschland Schweiz Großbritannien Andere Länder
2016 2015 2016 2015 2016 2015 2016 2015
Abzinsungssatz 1,90 % 2,40 % 0,60 % 0,70 % 2,69 % 3,86 % 3,08 % 3,72 %
Künftige Gehaltssteigerung 2,51 % 2,50 % 1,80 % 1,80 % 2,53 % 2,42 % 3,59 % 3,80 %
Künftige Rentensteigerung 1,75 % 1,75 % 3,10 % 3,07 % 1,68 % 1,91 %

Es handelt sich dabei um Durchschnittswerte, die mit dem Barwert der jeweiligen definierten Leistungsverpflichtung gewichtet wurden.

Den definierten Leistungsverpflichtungen des Merck-Konzerns lagen folgende Arten der durch den jeweiligen Plan bereitgestellten Leistungen zugrunde:

30.5 KB EXCEL
Deutschland Andere Länder Merck-Konzern
in Mio. € 31.12.2016 31.12.2016 31.12.2016
Auf dem Endgehalt basierende Leistungsverpflichtung
Annuität 2.525 633 3.158
Einmalzahlung 101 101
Ratenzahlungen 1 1
Nicht auf dem Endgehalt basierende Leistungsverpflichtung
Annuität 457 882 1.339
Einmalzahlung 47 47
Ratenzahlungen 7 7
Sonstige 12 12
Plan zur medizinischen Versorgung 33 33
Barwert der definierten Leistungsverpflichtungen 2.990 1.708 4.698

Die wesentlichen Versorgungsregelungen sind im Folgenden beschrieben:

Auf Gesellschaften des Merck-Konzerns in Deutschland entfielen 2.990 Mio. € der definierten Leistungsverpflichtungen (Vorjahr: 2.560 Mio. €) und 1.116 Mio. € des Planvermögens (Vorjahr: 1.104 Mio. €). Davon entfiel jeweils der überwiegende Teil auf Versorgungspläne, die Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen umfassen. Diese Verpflichtungen basieren einerseits auf Versorgungsregelungen mit dienstzeitabhängigen, endgehaltsbezogenen Leistungszusagen, die für Neueintritte geschlossen wurden. Andererseits besteht für Eintritte seit dem 1. Januar 2005 eine Versorgungsregelung in Form einer Direktzusage, die nicht auf dem Endgehalt basiert. Der Leistungsanspruch ergibt sich dabei aus der Kumulation von jährlich ermittelten Rentenbausteinen, die auf Basis eines definierten Versorgungsaufwands und einer altersabhängigen Verrentungstabelle berechnet werden. Gesetzliche Mindestfinanzierungsverpflichtungen bestehen nicht.

Auf Versorgungspläne in der Schweiz entfielen 808 Mio. € der definierten Leistungsverpflichtungen (Vorjahr: 768 Mio. €) und 648 Mio. € des Planvermögens (Vorjahr: 600 Mio. €). Diese Verpflichtungen beruhten überwiegend auf der Gewährung von Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen, welche die gesetzlich vorgegebenen Leistungen umfassen. Es werden sowohl Arbeitgeber- als auch Arbeitnehmerbeiträge an die Pensionskassen entrichtet. Es bestehen gesetzliche Mindestfinanzierungsverpflichtungen.

Auf Versorgungspläne in Großbritannien entfielen 549 Mio. € der definierten Leistungsverpflichtungen (Vorjahr: 500 Mio. €) und 460 Mio. € des Planvermögens (Vorjahr: 466 Mio. €). Diese Verpflichtungen ergaben sich überwiegend durch dienstzeitabhängige, endgehaltsbezogene Leistungspläne, die im Jahr 2006 für Neueintritte geschlossen wurden. Die zugesagten Leistungen umfassen Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen. Arbeitgeber und Arbeitnehmer entrichten Beiträge in die Pläne. Es bestehen gesetzliche Mindestfinanzierungsverpflichtungen.

In der Berichtsperiode wurden insgesamt folgende Posten ergebniswirksam erfasst:

30 KB EXCEL
in Mio. € 2016 2015
Laufender Dienstzeitaufwand – 140 – 134
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 18
Gewinne (+) oder Verluste (–) aus Abgeltung 11 1
Sonstige ergebniswirksam erfasste Einflüsse – 3 – 6
Zinsaufwendungen – 92 – 83
Zinserträge 51 45
Summe der erfolgswirksam erfassten Beträge, Aufwendungen (–) / Erträge (+) – 155 – 177

Bis auf den Saldo aus den Zinsaufwendungen auf die definierten Leistungsverpflichtungen und den Zinserträgen aus dem Planvermögen, der im Finanzergebnis ausgewiesen wird, werden die relevanten Aufwendungen für leistungs- und beitragsorientierte Versorgungssysteme auf die einzelnen Funktionsbereiche verteilt.

Während der Berichtsperiode veränderte sich der Barwert der definierten Leistungsverpflichtungen wie folgt:

33 KB EXCEL
in Mio. € Fondsfinanzierte
Versorgungs-
zusagen
Rückstellungsfinanzierte
Versorgungszusagen
2016 Fondsfinanzierte
Versorgungs-
zusagen
Rückstellungsfinanzierte
Versorgungszusagen
2015
Barwert aller definierten Leistungsverpflichtungen, Stand 1.1. 3.810 343 4.153 3.504 309 3.813
Im Eigenkapital erfasste
Währungsumrechnungsdifferenzen
– 66 2 – 64 39 – 3 36
Ergebniswirksam erfasste
Währungsumrechnungsdifferenzen
4 4 38 38
Laufender Dienstzeitaufwand 124 16 140 119 15 134
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand – 18 – 18
Gewinne (–) oder Verluste (+)
aus Abgeltung
– 11 – 11 – 1 – 1
Zinsaufwendungen 84 8 92 76 7 83
Versicherungsmathematische
Gewinne (–) / Verluste (+)
457 35 492 – 166 – 23 – 189
Beiträge zum Versorgungsplan –
Arbeitnehmer
10 10 10 10
Geleistete Zahlungen – 101 – 8 – 109 – 146 – 7 – 153
Veränderungen im Konsolidierungskreis – 2 – 2 343 43 386
Sonstige ergebniswirksam
erfasste Einflüsse
Sonstige Veränderungen 18 – 7 11 – 6 2 – 4
Barwert aller definierten Leistungsverpflichtungen, Stand 31.12. 4.311 387 4.698 3.810 343 4.153

Eine Sensitivitätsanalyse der wesentlichen Parameter wird in Anmerkung (6) „Ermessensentscheidungen und Schätzungsunsicherheiten“ offengelegt.

Der Zeitwert des Planvermögens veränderte sich im Laufe der Berichtsperiode wie folgt:

31 KB EXCEL
in Mio. € 2016 2015
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens, Stand 1.1. 2.323 1.994
Im Eigenkapital erfasste Währungsumrechnungsdifferenzen – 62 35
Ergebniswirksam erfasste Währungsumrechnungsdifferenzen 3 34
Zinserträge aus Planvermögen 51 45
Versicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (–) aufgrund von erfahrungsbedingten Berichtigungen 69 – 29
Eingezahlte Beträge – Arbeitgeber 35 30
Eingezahlte Beträge – Arbeitnehmer 10 10
Aus dem Planvermögen geleistete Zahlungen – 38 – 85
Veränderungen im Konsolidierungskreis 293
Ergebniswirksam erfasste, aus dem Planvermögen geleistete Planverwaltungskosten – 2 – 2
Sonstige ergebniswirksam erfasste Einflüsse
Sonstige Veränderungen – 3 – 2
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens, Stand 31.12. 2.386 2.323

Der tatsächliche Ertrag aus dem Planvermögen betrug im Berichtsjahr 120 Mio. € (Vorjahr: 16 Mio. €).

Die Auswirkungen der Vermögensobergrenzen gemäß IAS 19.64 veränderten sich in der Berichtsperiode wie folgt:

30 KB EXCEL
in Mio. € 2016 2015
Auswirkungen der Vermögensobergrenzen, Stand 1.1.
Im Eigenkapital erfasste Währungsumrechnungsdifferenzen
Zinsaufwendungen
Versicherungsmathematische Gewinne (–) / Verluste (+) aufgrund von
Veränderungen der Auswirkungen der Vermögensobergrenzen
1
Auswirkungen der Vermögensobergrenzen, Stand 31.12. 1

Die Entwicklung der kumulierten versicherungsmathematischen Gewinne (+) und Verluste (–) stellte sich folgendermaßen dar:

31.5 KB EXCEL
in Mio. € 2016 2015
Kumulierte versicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (–), Stand 1.1. – 1.420 – 1.568
Währungsumrechnungsdifferenzen 21 – 12
Neubewertungen von definierten Leistungsverpflichtungen
Versicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (–) aus Veränderungen bei den demografischen Annahmen 4 – 38
Versicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (–) aus Veränderungen bei den finanziellen Annahmen – 484 217
Versicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (–) aufgrund von erfahrungsbedingten Berichtigungen – 12 10
Neubewertung des Planvermögens
Versicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (–) aufgrund von erfahrungsbedingten Berichtigungen 69 – 29
Veränderungen der Auswirkungen der Vermögensobergrenzen
Versicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (–) – 1
Umgliederung innerhalb der Gewinnrücklagen 3
Kumulierte versicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (–), Stand 31.12. – 1.820 – 1.420

Das Planvermögen für fondsfinanzierte definierte Leistungsverpflichtungen setzte sich im Wesentlichen aus festverzinslichen Wertpapieren, Aktien und Wertpapierfonds zusammen. Darin waren weder Finanzinstrumente, die von Gesellschaften des Merck-Konzerns emittiert wurden, noch von Konzerngesellschaften genutzte Immobilien direkt enthalten.

Das Planvermögen dient ausschließlich der Erfüllung der definierten Leistungsverpflichtungen. Die Unterlegung der Leistungsverpflichtungen mit Finanzmitteln stellt eine Vorsorge für künftige Mittelabflüsse dar, die in einigen Ländern (zum Beispiel Schweiz und Großbritannien) aufgrund bestehender gesetzlicher Vorgaben, in anderen Ländern (zum Beispiel Deutschland) auf freiwilliger Basis erfolgt.

Das Verhältnis zwischen dem beizulegenden Zeitwert des Planvermögens und dem Barwert der definierten Leistungsverpflichtungen bezeichnet man als Finanzierungsgrad des jeweiligen Pensionsplans. Übersteigen die Leistungsverpflichtungen das Planvermögen, stellt dies eine Planunterdeckung dar.

Zu beachten ist allerdings, dass sowohl die Leistungsverpflichtungen als auch das Planvermögen im Zeitablauf schwanken. Dies kann dazu führen, dass die Unterdeckung ansteigt. Je nach den anzuwendenden gesetzlichen Vorschriften könnte es für den Merck-Konzern in einzelnen Ländern notwendig werden, durch Zuführung liquider Mittel die Unterdeckung zu reduzieren. Gründe für solche Schwankungen können zum Beispiel Veränderungen des Marktzinses und damit des Abzinsungssatzes oder auch Anpassungen anderer versicherungsmathematischer Annahmen (zum Beispiel Lebenserwartung, Inflationsraten) sein.

Um solche Schwankungen möglichst gering ausfallen zu lassen, beachtet der Merck-Konzern bei der Vermögensverwaltung des Planvermögens auch die möglichen Schwankungen der Passivseite. Im Idealfall verhalten sich das Vermögen und die Verbindlichkeiten bei exogenen Einflussfaktoren gegenläufig, sodass insoweit ein natürlicher Schutz gegen diese Einflussfaktoren besteht.

Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens verteilte sich auf folgende Anlageklassen:

30.5 KB EXCEL
31.12.2016 31.12. 2015
in Mio. € Marktpreisnotierung
in einem
aktiven Markt
Keine Marktpreisnotierung
in einem
aktiven Markt
Gesamt Marktpreisnotierung
in einem
aktiven Markt
Keine Marktpreisnotierung
in einem
aktiven Markt
Gesamt
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
72 72 27 27
Eigenkapitalinstrumente 729 729 740 740
Schuldinstrumente 968 968 958 958
Direkte Investitionen in Immobilien 102 102 98 98
Wertpapierfonds 379 379 370 370
Versicherungsverträge 82 82 79 79
Sonstige 54 54 51 51
Beizulegender Zeitwert
des Planvermögens
2.202 184 2.386 2.146 177 2.323

Die Einzahlungen des Arbeitgebers in das Planvermögen und die direkten Zahlungen an Planteilnehmer werden im folgenden Jahr voraussichtlich 35 Mio. € beziehungsweise 72 Mio. € betragen. Die gewichtete Duration betrug 21 Jahre.

Für beitragsorientierte Altersversorgungssysteme, die ausschließlich über externe Fonds finanziert werden und bei denen außer der Zahlung von Beiträgen keine weiteren Verpflichtungen für Gesellschaften des Merck-Konzerns bestehen, betrug der Aufwand aus den laufenden Beitragszahlungen 54 Mio. € (Vorjahr: 47 Mio. €). Ferner wurden an die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland Arbeitgeberbeiträge in Höhe von 67 Mio. € (Vorjahr: 63 Mio. €) und an gesetzliche Rentenversicherungen im Ausland Arbeitgeberbeiträge in Höhe von 42 Mio. € (Vorjahr: 35 Mio. €) abgeführt.

(26) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen entwickelten sich wie folgt:

24 KB EXCEL
in Mio. € Rechts-
streitigkeiten
Restrukturierung Leistungen an Arbeitnehmer Umweltschutz-
maßnahmen
Abnahmeverpflichtungen und Nachlaufkosten Übrige Gesamt
Stand 1.1.20161 492 92 339 127 121 221 1.392
Zugang 85 17 151 27 15 54 349
Inanspruchnahme – 14 – 30 – 101 – 10 – 34 – 61 – 250
Auflösung – 23 – 6 – 46 – 5 – 57 – 55 – 193
Aufzinsung 9 1 3 13
Währungsumrechnungsdifferenz 2 5 1 4 12
Veränderungen im Konsolidierungskreis / Sonstiges – 67 – 13 3 – 77
Stand 31.12.2016 483 73 336 142 45 167 1.246
Davon: Kurzfristig 68 34 104 27 41 138 412
Davon: Langfristig 415 39 232 115 4 28 834
1
Werte wurden angepasst, siehe Anmerkung „Akquisitionen sowie zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen“.

Rechtsstreitigkeiten

Die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten beliefen sich zum 31. Dezember 2016 auf 483 Mio. € (Vorjahr: 492 Mio. €). Die im Folgenden beschriebenen Rechtsfälle stellen die bedeutendsten Rechtsrisiken dar.

Produktbezogene und patentrechtliche Auseinandersetzungen

Rebif®: Merck ist in einen Patentrechtsstreit mit Biogen Inc., USA, (Biogen) in den USA involviert. Biogen behauptet, der Verkauf von Rebif® in den USA verletze ein Patent von Biogen. Das streitgegenständliche Patent wurde Biogen im Jahr 2009 in den USA erteilt. In der Folge verklagte Biogen Merck sowie weitere Pharmaunternehmen wegen Verletzung dieses Patents. Merck verteidigte sich gegen sämtliche Vorwürfe und erhob Widerklage mit dem Antrag festzustellen, dass das Patent ungültig sei und durch das Verhalten von Merck nicht verletzt werde. Ein „Markman Hearing” fand im Januar 2012 statt, aus dem eine Entscheidung im 1. Quartal des Jahres 2016 erging, die das Verfahren erst wirklich in Gang setzte. Ein Urteil in der ersten Instanz wird derzeit für September 2017 erwartet. Parallel befinden sich die Parteien in einem vom Gericht angeordneten Mediationsverfahren, das noch nicht offiziell beendet ist, das aber bisher nicht zu einer Einigung geführt hat. Merck hat bilanzielle Vorsorgemaßnahmen getroffen. Ein Mittelabfluss wird nicht innerhalb der nächsten zwölf Monate erwartet.

PS-VA-Flüssigkristallmischungen: Im Unternehmensbereich Performance Materials ist Merck in einen Rechtsstreit mit JNC Corporation, Japan, (JNC) involviert. JNC behauptet, dass Merck mit der Produktion und dem Verkauf von bestimmten Flüssigkristallmischungen Patente von JNC verletze. Den von JNC behaupteten Patentverletzungen hält Merck die Invalidität der genannten Patente aufgrund des einschlägigen Stands der Technik entgegen und hat entsprechende Patentnichtigkeitsklagen eingereicht, die in der ersten Instanz in zwei Fällen bereits erfolgreich waren. Der Wettbewerber hat mittlerweile zwei Patentverletzungsklagen erhoben und Beschwerden im Fall der Nichtigkeitsklagen eingereicht. Merck hat entsprechende bilanzielle Vorsorgemaßnahmen getroffen. Es wird davon ausgegangen, dass es erst in den nächsten zwei bis fünf Jahren zu einer endgültigen Entscheidung und einem möglichen Ressourcenabfluss kommt.

Kartellrechtliche und sonstige Verfahren

Raptiva®: Im Dezember 2011 verklagte der Bundesstaat São Paulo, Brasilien, Merck auf Schadenersatz wegen angeblicher Absprachen zwischen verschiedenen Pharmaunternehmen und einer Vereinigung von an Psoriasis und Vitiligo erkrankten Patienten. Die Absprachen hätten auf eine Steigerung des Umsatzes von Arzneimitteln der involvierten Unternehmen zum Nachteil von Patienten und der Staatskasse abgezielt. Im Zusammenhang mit dem Produkt Raptiva® bestehen überdies auch Klagen von Patienten auf Schadenersatzleistungen. Merck hat bilanzielle Vorsorgemaßnahmen für diese Sachverhalte getroffen. Es handelt sich hier um verschiedene Rechtsfälle. Ein Mittelabfluss wird im Geschäftsjahr 2017 nicht erwartet.

Paroxetine: Im Zusammenhang mit dem veräußerten Generikageschäft ist Merck in Großbritannien wettbewerbsrechtlichen Ermittlungen durch die britische Competition and Market Authority (CMA) ausgesetzt. Die Behörde informierte Merck im März 2013 über die Annahme, dass eine im Jahr 2002 zwischen Generics (UK) Ltd. und mehreren GlaxoSmithKline-Gesellschaften im Zusammenhang mit dem antidepressiv wirkenden Arzneimittel Paroxetine geschlossene Vergleichsvereinbarung britisches und europäisches Wettbewerbsrecht verletze. Merck als damalige Eigentümerin von Generics (UK) Ltd. sei in die Verhandlungen der Vergleichsvereinbarung involviert gewesen und deshalb haftbar. Die Ermittlungen gegen Generics (UK) Ltd. liefen bereits seit dem Jahr 2011, ohne dass Merck Kenntnis hiervon hatte. Am 11. Februar 2016 wurde hierzu von der CMA ein Bußgeld erlassen, wogegen Merck Rechtsmittel eingelegt hat. Merck hat bilanzielle Vorsorgemaßnahmen getroffen. Eine Entscheidung und gegebenenfalls ein Ressourcenabfluss werden für das Jahr 2017 erwartet.

Markenrechte / Vertragsverletzung: Merck befindet sich in verschiedenen Rechtsstreitigkeiten mit dem US-amerikanischen Unternehmen Merck & Co. (außerhalb der USA und Kanada: Merck Sharp & Dohme (MSD)), unter anderem wegen Verletzung der zwischen den Unternehmen bestehenden Koexistenzvereinbarung und/oder Kennzeichenrechtsverletzung bezüglich der Verwendung des Kennzeichens „Merck“. Merck hat in diesem Zusammenhang in diversen Ländern Klage gegen MSD erhoben und wurde von MSD seinerseits in den USA verklagt. Eine Inanspruchnahme sowie ein damit einhergehender Ressourcenabfluss wurden durch Merck zum Bilanzstichtag ebenso wie im Vorjahr als nicht wahrscheinlich eingeschätzt (siehe Anmerkung (38) „Eventualverbindlichkeiten“). Merck hat daher allein bilanzielle Vorsorge für etwaige Kosten der Rechtsverteidigung getroffen. Ein Ressourcenabfluss für Rechtsberatungskosten wird teilweise bereits im Jahr 2017 erwartet.

Neben Rückstellungen für die genannten Rechtsfälle bestanden zum Bilanzstichtag Rückstellungen für verschiedene kleinere anhängige Rechtsstreitigkeiten.

Restrukturierung

Rückstellungen für Restrukturierung beinhalteten im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern im Zusammenhang mit Restrukturierungsprojekten und Rückstellungen für belastende Verträge. Der Ansatz erfolgte, nachdem detaillierte Restrukturierungspläne aufgestellt und bekanntgegeben worden waren.

Im Jahr 2012 wurde das Transformations- und Wachstumsprogramm „Fit für 2018“ aufgelegt. Ziel dieses Programms ist es, die Wettbewerbsfähigkeit und das Wachstum des Merck-Konzerns langfristig zu sichern. Die in diesem Zusammenhang am 31. Dezember 2016 bestehenden Rückstellungen in Höhe von 73 Mio. € (Vorjahr: 92 Mio. €) beinhalteten im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern aus Altersteilzeit- und Vorruhestandsregelungen. Die im Jahr 2016 geleisteten Auszahlungen in Höhe von 30 Mio. € sind im Wesentlichen auf Zahlungen an Mitarbeiter für Abfindungen oder Vorruhestandsregelungen zurückzuführen. Die Zahlungsmittelabflüsse der Restrukturierungsrückstellungen werden überwiegend innerhalb eines Zeitraums bis zum Jahr 2019 erwartet.

Leistungen an Arbeitnehmer / Anteilsbasierte Vergütung

In den Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer sind Verpflichtungen aus langfristigen variablen Vergütungsprogrammen enthalten. Bezüglich weiterer Informationen zu diesen Vergütungsprogrammen wird auf Anmerkung (65) „Anteilsbasierte Vergütungsprogramme“ verwiesen. In der nachfolgenden Tabelle werden die wesentlichen Parameter sowie die Entwicklung der Anzahl der in Aussicht gestellten Merck Share Units („MSUs“) für die einzelnen Tranchen dargestellt:

34 KB EXCEL
2014er-Tranche 2015er-Tranche 2016er-Tranche
Performance-Zeitraum 1.1.2014 – 31.12.2016 1.1.2015 – 31.12.2017 1.1.2016 – 31.12.2018
Laufzeit 3 Jahre 3 Jahre 3 Jahre
Basiskurs der Merck-Aktie in €
(60-Tages-Durchschnitt der Merck-Aktie vor dem Beginn
des Performance-Zeitraums)
122,841 74,53 87,92
Basiskurs des DAX®
(60-Tages-Durchschnitt des DAX® vor dem Beginn
des Performance-Zeitraums)
9.065,08 9.403,99 10.669,76
 
Anzahl in Aussicht gestellter MSUs
Erstmals in Aussicht gestellt im Jahr 2014 355.164
Verfallen 21.247
An Mitarbeiter der AZ-Electronic-Materials-Gruppe am 2. 5. 2014
gewährte MSUs
22.865
Stand 31.12. 2014 356.782
Erstmals in Aussicht gestellt im Jahr 2015 609.799
Verfallen 23.541 21.447
Weitere nachträglich gewährte MSUs 2.167
Stand 31.12. 2015 335.408 588.352
Erstmals in Aussicht gestellt im Jahr 2016 763.463
Verfallen 28.327 35.691 24.392
Stand 31.12.2016 307.081 552.661 739.071
1
Kurse vor dem im Geschäftsjahr 2014 erfolgten Aktiensplit.

Der Wert der Rückstellung betrug zum 31. Dezember 2016 133 Mio. € (Vorjahr: 124 Mio. €). Der Nettoaufwand für das Geschäftsjahr 2016 belief sich auf 76 Mio. € (Vorjahr: 64 Mio. €). Die im Geschäftsjahr 2013 ausgegebene dreijährige Tranche endete mit Ablauf des Jahres 2015 und wurde im Geschäftsjahr 2016 in Höhe von 68 Mio. € ausgezahlt.

Darüber hinaus wurden Altersteilzeitverpflichtungen und sonstige Abfindungen, die nicht im Zusammenhang mit dem Programm „Fit für 2018“ gebildet wurden, sowie Verpflichtungen aus Langzeitkonten und Jubiläumsgeldern in den Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer berücksichtigt.

Bezüglich der Rückstellungen für leistungsorientierte Pläne nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird auf Anmerkung (25) „Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen“ verwiesen.

Umweltschutzmaßnahmen

Die Rückstellungen für Umweltschutzmaßnahmen, insbesondere für Verpflichtungen aus Bodensanierungen und Grundwasserschutz, bestanden im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem im Jahr 1987 aufgegebenen Pflanzenschutzgeschäft in Deutschland und Lateinamerika.

Abnahmeverpflichtungen und Nachlaufkosten

Die Rückstellungen für Abnahmeverpflichtungen und Nachlaufkosten berücksichtigten im Wesentlichen Kosten für aufgegebene Forschungsprojekte sowie weitere Verpflichtungsüberschüsse aus sonstigen belastenden Verträgen. Die Inanspruchnahmen und Auflösungen waren auf die Abwicklung von in Vorjahren eingestellten Forschungsprojekten zurückzuführen.

Übrige sonstige Rückstellungen

Die übrigen sonstigen Rückstellungen beinhalteten im Wesentlichen Rückstellungen für sonstige Gewährleistungen, für ungewisse Verpflichtungen aus Beiträgen, Abgaben und Gebühren sowie für Zinsen und Strafzahlungen aus Betriebsprüfungen.

(27) Finanzschulden / Kapitalmanagement

Die Zusammensetzung der Finanzschulden sowie eine Überleitung zu den Nettofinanzverbindlichkeiten sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:

52 KB EXCEL
Buchwert 31.12.2016
in Mio. €
Buchwert 31.12. 2015
in Mio. €
Laufzeit bis Zinssatz
in %
Nominalvolumen in Mio. Währung
Euro-Anleihe 2006 / 2016 214 Juni 2016 5,875 % 250
Euro-Anleihe 2009 / 2016 60 Nov. 2016 4,000 % 60
USD-Anleihe 2015 / 2017 238 März 2017 variabel1 250 USD
Euro-Anleihe 2015 / 2017 699 Sept. 2017 variabel2 700
Anleihen (kurzfristig) 937 274
Commercial Paper 918 999
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.128 2.137
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 758 578
Darlehen von Dritten und sonstige Finanzschulden 20 27
Verbindlichkeiten aus Derivaten (Finanztransaktionen) 25 80
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 1 2
Kurzfristige Finanzschulden 3.788 4.097
 
USD-Anleihe 2015 / 2017 229 März 2017 variabel1 250 USD
Euro-Anleihe 2015 / 2017 699 Sept. 2017 variabel2 700
USD-Anleihe 2015 / 2018 380 366 März 2018 1,700 % 400 USD
Euro-Anleihe 2015 / 2019 798 797 Sept. 2019 0,750 % 800
Euro-Anleihe 2009 / 2019 69 69 Dez. 2019 4,250 % 70
USD-Anleihe 2015 / 2020 712 684 März 2020 2,400 % 750 USD
Euro-Anleihe 2010 / 2020 1.346 1.345 März 2020 4,500 % 1.350
USD-Anleihe 2015 / 2022 947 910 März 2022 2,950 % 1.000 USD
Euro-Anleihe 2015 / 2022 547 547 Sept. 2022 1,375 % 550
USD-Anleihe 2015 / 2025 1.508 1.448 März 2025 3,250 % 1.600 USD
Hybridanleihe 2014 / 2074 990 988 Dez. 20743 2,625 % 1.000
Hybridanleihe 2014 / 2074 497 497 Dez. 20744 3,375 % 500
Anleihen (langfristig) 7.794 8.578
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 850 869
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen
Darlehen von Dritten und sonstige Finanzschulden 59 63
Verbindlichkeiten aus Derivaten (Finanztransaktionen) 103 104
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 2 3
Langfristige Finanzschulden 8.809 9.616
 
Finanzschulden 12.597 13.713
Abzüglich:
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 939 832
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 145 227
Nettofinanzverbindlichkeiten 11.513 12.654
1
Verzinsung: 0,35 % über dem dreimonatigen US-Dollar-Liborsatz.
2
Verzinsung: 0,23 % über dem 3-Monats-Euribor.
3
Merck hat das Recht, diese Tranche der im Dezember 2014 begebenen Hybridanleihe erstmals im Juni 2021 vorzeitig zurückzuzahlen.
4
Merck hat das Recht, diese Tranche der im Dezember 2014 begebenen Hybridanleihe erstmals im Dezember 2024 vorzeitig zurückzuzahlen.

Merck emittierte im März 2015 eine USD-Anleihe in fünf Tranchen und im August 2015 eine weitere Euro-Anleihe in drei Tranchen. Beide Emissionen waren Teil der Finanzierung für die Akquisition der Sigma-Aldrich Corporation, USA. Merck zahlte im Juni 2016 eine Euro-Anleihe über 212 Mio. € und im November 2016 eine weitere über 60 Mio. € zurück.

Bei der von der Merck KGaA begebenen Hybridanleihe 2014 / 2074 mit zwei Tranchen handelt es sich um eine Anleihe, die von den Ratingagenturen Standard & Poor’s, Moody’s und Scope nur zur Hälfte als zusätzliche Verschuldung angerechnet wird („Equity Credit Treatment“), sodass die Emission für das Rating vorteilhaft gegenüber einer klassischen Anleiheemission war. Bilanziell wird die Anleihe vollumfänglich als Fremdkapital erfasst.

Für die Finanzschulden des Merck-Konzerns sind keine Pfandrechte oder ähnlichen Sicherheiten hinterlegt. In den Kreditverträgen wurden keine Financial Covenants vereinbart. Die durchschnittlichen Fremdkapitalkosten des Merck-Konzerns lagen am Bilanzstichtag bei 2,0 % (Vorjahr: 2,0 %).

Informationen zu den Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen sind der Anmerkung (45) „Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen“ zu entnehmen.

Kapitalmanagement

Ziel des Kapitalmanagements ist die Sicherstellung der finanziellen Flexibilität zur langfristigen Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs und zur Wahrnehmung strategischer Optionen. Die Beibehaltung eines stabilen Investment-Grade-Ratings, die Sicherung der Liquidität, die Begrenzung der finanzwirtschaftlichen Risiken sowie die Optimierung der Kapitalkosten sind Ziele der Finanzpolitik und setzen wichtige Rahmenbedingungen für das Kapitalmanagement. Die zuständigen Gremien entscheiden über die Kapitalstruktur der Bilanz, die Verwendung des Bilanzgewinns und die Höhe der Dividende. Dabei sind die Nettofinanzverbindlichkeiten eine der wichtigsten Kennzahlen im Rahmen des Kapitalmanagements.

Der Kapitalmarkt stellt für Merck traditionell eine wesentliche Finanzierungsquelle dar, unter anderem über die Ausgabe von Anleihen. Darüber hinaus verfügt Merck über eine im Jahr 2013 erneuerte Multi-Währungs-Betriebsmittelkreditlinie über 2 Mrd. € („Syndizierter Kredit 2013“). Der Kreditrahmen ist mit einem international zusammengesetzten Bankenkonsortium vereinbart und hat eine verbleibende Laufzeit bis März 2020. Zum Stichtag wurde diese Kreditlinie nicht in Anspruch genommen. Weiterhin stand Merck zur Deckung des kurzfristigen Kapitalbedarfs ein „Commercial Paper Program“ mit einem Volumen von 2 Mrd. € zur Verfügung, welches zum Berichtszeitpunkt mit 919 Mio. € (Vorjahr: 1 Mrd. €) in Anspruch genommen wurde. Aus einem zuletzt im Jahr 2015 aktualisierten „Debt Issuance Program“ bestanden zum 31. Dezember 2016 Verbindlichkeiten in Höhe von 3,47 Mrd. € (Vorjahr: 3,53 Mrd. €). Die zur Akquisitionsfinanzierung im Jahr 2014 etablierte Kreditvereinbarung mit einem Bankenkonsortium war zum Bilanzstichtag mit 400 Mio. € (Vorjahr: 1.600 Mio. €) in Anspruch genommen. Am 31. Dezember 2016 bestanden weitere Banklinien in Höhe von 336 Mio. € (Vorjahr: 206 Mio. €). Es lagen keine Anzeichen dafür vor, dass eingeräumte Kreditrahmen in ihrer Verfügbarkeit eingeschränkt waren.

Zum Stichtag bestanden folgende Finanzierungszusagen von Kreditinstituten gegenüber dem Merck-Konzern:

32 KB EXCEL
31.12.2016 31.12.2015

in Mio. €
Finanzierungs-
zusagen von
Kreditinstituten
Ausnutzung Finanzierungs-
zusagen von
Kreditinstituten
Ausnutzung Verzinsung Laufzeit der
Finanzierungszusagen
Syndizierter Kredit 2013 2.000 2.000 variabel 2020
Kreditvereinbarung mit Bankenkonsortium zur Akquisitionsfinanzierung 400 400 1.600 1.600 variabel 2018
Bilaterale Kreditvereinbarungen
mit Kreditinstituten
700 700 700 700 variabel 2019
Bilaterale Kreditvereinbarungen
mit Kreditinstituten
400 400 400 400 variabel 2020
Bilaterale Kreditvereinbarungen
mit Kreditinstituten
250 250 250 250 variabel 2022
Diverse Banklinien 336 228 206 56 variabel < 1 Jahr
4.086 1.978 5.156 3.006

(28) Übrige Verbindlichkeiten

Die übrigen Verbindlichkeiten setzten sich wie folgt zusammen:

25 KB EXCEL
in Mio. € Kurzfristig Langfristig 31.12. 2016 Kurzfristig Langfristig 31.12. 2015
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 922 14 936 890 14 904
Verbindlichkeiten aus Derivaten (operativ) 71 34 105 46 14 61
Finanzielle Posten 993 48 1.041 936 29 965
Abgrenzungen für Personalaufwendungen 603 603 536 536
Weitere Rechnungsabgrenzungen 237 386 623 226 576 802
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 12 12 15 15
Verbindlichkeiten aus nicht
einkommensabhängigen Steuern
103 5 108 105 4 109
Nicht finanzielle Posten 955 391 1.345 882 580 1.462
Übrige Verbindlichkeiten 1.947 439 2.386 1.819 609 2.427

Die übrigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalteten zum 31. Dezember 2016 Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen in Höhe von 457 Mio. € (Vorjahr: 454 Mio. €). Hierbei handelte es sich um Gewinnansprüche der E. Merck KG. Des Weiteren waren in den übrigen Verbindlichkeiten Zinsabgrenzungen in Höhe von 98 Mio. € (Vorjahr: 97 Mio. €) sowie Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehaltsabrechnungen in Höhe von 169 Mio. € (Vorjahr: 179 Mio. €) enthalten. Der restliche in den übrigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesene Betrag von 212 Mio. € (Vorjahr: 174 Mio. €) enthielt unter anderem Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungen sowie Zahlungsverpflichtungen aus vertraglichen Vereinbarungen mit anderen Unternehmen. Die weiteren Rechnungsabgrenzungen resultierten im Wesentlichen aus der Kollaborationsvereinbarung mit Pfizer Inc., USA, im Bereich der Immunonkologie und wurden im Berichtsjahr weiterhin planmäßig anteilig aufgelöst.

(29) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen 2.048 Mio. € (Vorjahr: 1.921 Mio. €).

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen waren auch Abgrenzungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 544 Mio. € (Vorjahr: 486 Mio. €) und Erlösminderungen in Höhe von 443 Mio. € (Vorjahr: 421 Mio. €) enthalten.

(30) Ertragsteuerverbindlichkeiten

Die Steuerschulden sowie die Rückstellungen für Steuerverpflichtungen beliefen sich zum 31. Dezember 2016 in Summe auf Ertragsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 883 Mio. € (Vorjahr: 1.011 Mio. €).