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Healthcare

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Healthcare

Kennzahlen

Veränderung
in Mio. € 2016 2015 in Mio. € in %
Umsatzerlöse 6.855 6.934 – 79 – 1,1 %
Operatives Ergebnis (EBIT) 1.593 1.097 497 45,3 %
Marge (in % der Umsatzerlöse) 23,2 % 15,8 %
EBITDA 2.425 1.970 454 23,0 %
Marge (in % der Umsatzerlöse) 35,4 % 28,4 %
EBITDA vor Sondereinflüssen 2.128 2.002 126 6,3 %
Marge (in % der Umsatzerlöse) 31,0 % 28,9 %
Business Free Cash Flow 1.648 1.581 67 4,2 %

Entwicklung der Umsatzerlöse sowie der Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2016 erzielte der Unternehmensbereich Healthcare ein organisches Umsatzwachstum von 4,6 %. Negative Währungseffekte von – 4,6 % sowie ein negativer Portfolio-Effekt von – 1,1 % resultierten in einem Rückgang der Umsatzerlöse von insgesamt – 1,1 %. Somit sanken die Umsatzerlöse auf 6.855 Mio. € (Vorjahr: 6.934 Mio. €). Zum organischen Wachstum trugen fast alle Therapiegebiete bei. Insbesondere die Medikamente zur Behandlung von Unfruchtbarkeit (Gonal-f®), Schilddrüsenerkrankungen (Euthyrox®), Wachstumsstörungen (Saizen®) sowie die strategische Kernmarke Neurobion® aus dem Consumer-Health-Geschäft verzeichneten eine erfreuliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2016. Auch Erbitux®, das zweitstärkste Produkt des Unternehmensbereichs, gemessen am Umsatz, erzielte leichtes organisches Wachstum. Lediglich Rebif®, umsatzstärkstes Medikament von Healthcare, musste einen leichten organischen Rückgang hinnehmen. Die negativen Währungseffekte resultierten im Wesentlichen aus der Entwicklung der lateinamerikanischen Währungen. Die Abwertung des Britischen Pfunds gegenüber dem Euro trug ebenfalls leicht zu den Wechselkursauswirkungen bei. Der negative Portfolio-Effekt ist auf die Rückgabe der Rechte an Kuvan® an BioMarin Pharmaceutical Inc., USA, zum Beginn des Berichtsjahrs zurückzuführen.

Die ebenfalls in den Umsatzerlösen enthaltenen Provisionserlöse stiegen im Geschäftsjahr 2016 auf 178 Mio. € (Vorjahr: 103 Mio. €). Der Anstieg war insbesondere getrieben durch die Ergebnisbeteiligung aus der gemeinsamen Vermarktung von Xalkori® mit Pfizer Inc., USA. Weiterhin wirkte sich die im Geschäftsjahr 2013 mit Bristol-Myers Squibb Company, USA, geschlossene Vereinbarung zur Vermarktung von Glucophage® in China positiv auf die Provisionserlöse aus.

Die erzielten Umsatzerlöse in den einzelnen Quartalen und die jeweiligen organischen Wachstumsraten im Berichtsjahr sind in der nachfolgenden Übersicht dargestellt:


HEALTHCARE

Umsatzerlöse und organisches Wachstum nach Quartalen1
in Mio. €/organisches Wachstum in %

1 Quartalsaufteilung ungeprüft.

HEALTHCARE

Umsatzerlöse nach Regionen – 2016
in Mio. €/in % der Unternehmensbereichsumsätze

Nicht dargestellt: Minderung des Business Free Cash Flow des Konzerns um –485 Mio. € durch Konzernkosten und Sonstiges.

Europa, mit einem Anteil an den Healthcare-Umsatzerlösen von 37 % (Vorjahr: 39 %), weiterhin die umsatzstärkste Region für Healthcare, verzeichnete einen organischen Rückgang um – 2,5 % und erzielte Umsatzerlöse in Höhe von 2.555 Mio. € (Vorjahr: 2.729 Mio. €). Der organische Rückgang war insbesondere getrieben von der anhaltend schwierigen Wettbewerbssituation sowohl bei Rebif® als auch bei Erbitux®. Des Weiteren schlugen sich negative Währungseffekte von – 1,6 % sowie der Portfolio-Effekt von – 2,3 % in einem Rückgang der Umsatzerlöse um insgesamt – 6,4 % nieder.

In der nach Umsatzerlösen zweitgrößten Region, Nordamerika, führte organisches Wachstum von 11,1 % zu Umsatzerlösen von 1.601 Mio. € (Vorjahr: 1.430 Mio. €). Im Wesentlichen war diese Entwicklung getrieben durch das zweistellige organische Wachstum von Gonal-f®, einem Medikament zur Behandlung von Unfruchtbarkeit, aufgrund der für uns vorteilhaften Wettbewerbssituation im gesamten Berichtsjahr. Weiterhin wirkten sich organisches und währungsbedingtes Wachstum bei Rebif® sowie organisches Wachstum bei Saizen® positiv auf die Umsatzentwicklung der Region aus. Deren Beitrag zu den Healthcare-Umsatzerlösen stieg auf 23 % an (Vorjahr: 21 %).

Die Region Asien-Pazifik erzielte im Geschäftsjahr 2016 ein organisches Wachstum von 9,4 %. Im Wesentlichen war diese Entwicklung auf die höheren Umsatzerlöse mit Gonal-f® und Euthyrox®, gestiegene Provisionserlöse aus der gemeinsamen Vermarktung von Glucophage® mit Bristol-Myers Squibb in China sowie auf das Wachstum des Consumer-Health-Geschäfts zurückzuführen. Der Beitrag der Region zu den Umsatzerlösen stieg im Berichtsjahr 2016 auf 21 % weiter an (Vorjahr: 19 %).

In der Region Lateinamerika beliefen sich die Umsatzerlöse auf 839 Mio. € und lagen damit unter dem Niveau des Vorjahrs (Vorjahr: 1.022 Mio. €). Das positive organische Wachstum von 7,7 % konnte die negativen Währungseffekte von – 25,5 % nicht kompensieren. Organisches Wachstum konnte in allen Therapiegebieten erzielt werden, insbesondere mit Rebif®, Erbitux® und Euthyrox® sowie dem Consumer-Health-Geschäft mit der strategischen Marke Neurobion®. Insgesamt ging der Beitrag der Region zu den Umsatzerlösen von Healthcare auf 12 % zurück (Vorjahr: 15 %).

Die Region Mittlerer Osten und Afrika verzeichnete organisches Umsatzwachstum in Höhe von 5,5 % und erzielte Umsatzerlöse von 461 Mio. € (Vorjahr: 450 Mio. €). Zweistelliges organisches Wachstum, insbesondere bei Rebif®, Erbitux®, Concor® und Euthyrox®, konnte einen organischen Rückgang bei Glucophage® sowie negative Währungseffekte von – 1,8 % kompensieren.

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Healthcare

Komponenten der Umsatzentwicklung nach Regionen – 2016

in Mio. € / Veränderung in % Umsatzerlöse Organisches Wachstum Währungs- effekte Akquisitionen/
Veräußerungen
Gesamtveränderung
Europa 2.555 – 2,5 % – 1,6 % – 2,3 % – 6,4 %
Nordamerika 1.601 11,1 % 0,8 % 11,9 %
Asien-Pazifik ( APAC ) 1.399 9,4 % – 1,2 % – 0,8 % 7,4 %
Lateinamerika 839 7,7 % – 25,5 % – 0,1 % – 17,9 %
Mittlerer Osten und Afrika ( MEA ) 461 5,5 % – 1,8 % – 1,2 % 2,4 %
Healthcare 6.855 4,6 % – 4,6 % – 1,1 % – 1,1 %

Die Entwicklung der Umsatzerlöse sowie die organischen Wachstumsraten der Hauptprodukte stellten sich im Geschäftsjahr 2016 wie folgt dar:


HEALTHCARE

Produktumsatz und organisches Wachstum
in Mio. €/organisches Wachstum in %

1 Vorjahreszahl wurde angepasst.

Das Medikament Rebif®, das für die Behandlung rezidivierender Formen der Multiplen Sklerose eingesetzt wird, verzeichnete im Geschäftsjahr 2016 trotz des anhaltenden Wettbewerbsdrucks durch oral zu verabreichende Medikamente nur einen leichten organischen Umsatzrückgang von – 1,7 % und erzielte unter Berücksichtigung negativer Währungseffekte von – 1,5 % Umsätze von 1.741 Mio. € (Vorjahr: 1.798 Mio. €).

In der Region Nordamerika, mit einem Anteil von 61 % (Vorjahr: 58 %) an den Gesamtumsätzen der wichtigste Absatzmarkt für Rebif®, wurde organisches Wachstum von 2,1 % erreicht. Dies war im Wesentlichen auf eine vorteilhafte Preisentwicklung in den USA im Berichtsjahr zurückzuführen, welche die Volumenrückgänge leicht überkompensieren konnte.

In Europa, mit einem Anteil von 30 % (Vorjahr: 34 %) die zweitstärkste Region, gingen die Umsätze organisch deutlich um – 12,2 % zurück auf 524 Mio. € (Vorjahr: 605 Mio. €). Diese Entwicklung war hauptsächlich der schwierigen Wettbewerbssituation und damit verbundenen Volumenrückgängen geschuldet.

Die übrigen Regionen Lateinamerika, Mittlerer Osten und Afrika sowie Asien-Pazifik trugen mit 145 Mio. € (Vorjahr: 151 Mio. €) zusammen 9 % (Vorjahr: 8 %) zu den Rebif®-Umsätzen bei.

Die Umsätze mit dem Krebsmedikament Erbitux® beliefen sich im Geschäftsjahr 2016 auf 880 Mio. € (Vorjahr: 899 Mio. €). Organisches Wachstum von 1,1 % wurde in vollem Umfang von negativen Währungseffekten von – 3,2 % absorbiert.

In Europa, mit einem Anteil von 54 % (Vorjahr: 55 %) die umsatzstärkste Region für Erbitux®, gingen die Umsätze organisch um – 3,4 % zurück. Der organische Rückgang war hauptsächlich auf die herausfordernde Wettbewerbssituation sowie die verpflichtenden Preisreduktionen in einigen Ländern zurückzuführen. Zusammen mit negativen Wechselkurseffekten von – 1,9 % sanken die Umsätze auf 470 Mio. € (Vorjahr: 496 Mio. €).

In der Region Asien-Pazifik, die einen Anteil von 32 % (Vorjahr: 29 %) an den Gesamtumsätzen erreichte, stiegen die Umsätze auf 280 Mio. € (Vorjahr: 265 Mio. €). Hier hatten sowohl das organische Wachstum von 2,8 % als auch ein Währungseffekt von 2,8 % einen positiven Einfluss auf die Entwicklung des Umsatzes.

In der Region Lateinamerika gingen die Umsätze – trotz zweistelligen organischen Wachstums von 14,5 % – zurück auf 73 Mio. € (Vorjahr: 87 Mio. €). Dies war negativen Währungseffekten in Höhe von – 30,4 % geschuldet, die überwiegend aus der Entwicklung des Argentinischen Peso zum Euro resultierten.

In der Region Mittlerer Osten und Afrika konnte ein zweistelliges organisches Wachstum von 13,2 % erzielt werden. Die Umsätze beliefen sich auf 56 Mio. € (Vorjahr: 50 Mio. €).

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Umsatzerlöse und organisches Wachstum von Rebif® und Erbitux® nach Regionen – 2016

  Gesamt Europa Nordamerika Asien-Pazifik (APAC) Lateinamerika Mittlerer Osten und Afrika (MEA)
Rebif® in Mio. € 1.741 524 1.071 14 64 67
organisches Wachstum in % – 1,7 % – 12,2 % 2,1 % – 11,7 % 20,2 % 15,3 %
in % der Umsatzerlöse 100 % 30 % 61 % 1 % 4 % 4 %
Erbitux® in Mio. € 880 470 280 73 56
organisches Wachstum in % 1,1 % – 3,4 % 2,8 % 14,5 % 13,2 %
in % der Umsatzerlöse 100 % 54 % 32 % 8 % 6 %

Mit Gonal-f®, dem führenden rekombinanten Hormonpräparat zur Behandlung von Unfruchtbarkeit, erzielte der Unternehmensbereich im Geschäftsjahr 2016 organisches Umsatzwachstum von 12,4 %. Unter Berücksichtigung negativer Währungseffekte von – 2,5 % stiegen die Umsätze auf 753 Mio. € (Vorjahr: 685 Mio. €). Im Wesentlichen wurde diese Entwicklung durch organisches Wachstum in der Region Nordamerika in Höhe von 47,7 % aufgrund der für Merck im gesamten Berichtsjahr anhaltend positiven Wettbewerbssituation bestimmt. Ebenso konnte die Region Asien-Pazifik den Umsatz organisch um 9,6 % steigern. Somit wurde die negative organische Entwicklung von – 3,5 % in Europa mehr als kompensiert. Positiv entwickelten sich auch die anderen Produkte im Fertility-Portfolio.

Im Therapiegebiet Endokrinologie, in dem hauptsächlich Medikamente zur Behandlung von Wachstumsstörungen vertrieben werden, lagen die Umsatzerlöse mit 404 Mio. € unter dem Wert des Vorjahrs (Vorjahr: 461 Mio. €). Ursächlich war vor allem die Rückgabe der Rechte an Kuvan® an BioMarin Pharmaceutical, die sich in einem Portfolio-Effekt von – 15,8 % widerspiegelte und das organische Wachstum von 6,7 % absorbierte. Das umsatzstärkste Produkt im Therapiegebiet, das Wachstumshormon Saizen®, verzeichnete organisches Wachstum von 9,7 %, was in Umsatzerlösen von 270 Mio. € (Vorjahr: 261 Mio. €) resultierte.

Im Bereich General Medicine (einschließlich CardioMetabolic Care), in dem unter anderem Medikamente gegen Herz- und Kreislauferkrankungen sowie Diabetes vertrieben werden, sanken die Umsatzerlöse auf 1.720 Mio. € (Vorjahr: 1.791 Mio. €1). Organisches Wachstum von 4,2 % wurde von negativen Währungseffekten von – 7,9 % kompensiert. Insbesondere Euthyrox®, ein Medikament zur Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen, zeigte eine erfreuliche Entwicklung mit einem organischen Wachstum von 12,2 %. Nach Währungseffekten von – 5,9 % ergaben sich Umsätze in Höhe von 332 Mio. € (Vorjahr: 312 Mio. €). Wesentlicher Treiber war hier die Entwicklung im chinesischen Markt. Rückläufig entwickelten sich die Produktumsätze mit Glucophage®, wo ein organischer Rückgang von – 1,6 % sowie negative Währungseffekte von – 9,4 % zu verzeichnen waren. Die Provisionserlöse mit Glucophage® konnten dagegen gesteigert werden und beliefen sich auf 106 Mio. € (Vorjahr: 86 Mio. €), was einem organischen Anstieg von 24,3 % entsprach und ebenfalls hauptsächlich durch die Entwicklung in China getrieben war. Concor® lieferte im Berichtsjahr organisches Wachstum von 4,0 %. Gegenläufig wirkten hier negative Währungseffekte in Höhe von – 10,9 %, weshalb die Umsätze mit 431 Mio. € (Vorjahr: 463 Mio. €) unter dem Vorjahreswert lagen.

Das Consumer-Health-Geschäft erzielte im Geschäftsjahr 2016 organisches Umsatzwachstum mit nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten von 3,4 %. Aufgrund negativer Währungseffekte gingen die Umsatzerlöse zurück auf 860 Mio. € (Vorjahr: 905 Mio. €1). Insbesondere die strategische Marke Neurobion® trug zum organischen Wachstum bei.

1 Vorjahreszahlen wurden aufgrund von Produktübertragungen zum 1. Januar 2016 in Indien und Lateinamerika von Biopharma zu Consumer Health angepasst.

Die Ertragslage entwickelte sich wie folgt:

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Healthcare

Ertragslage

Veränderung
in Mio. € 2016 in % 2015 in % in Mio. € in %
Umsatzerlöse 6.855 100,0 % 6.934 100,0 % – 79 – 1,1 %
Herstellungskosten – 1.377 – 20,1 % – 1.442 – 20,8 % 66 – 4,6 %
(Davon: Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte)2 (– 1) (– 1) () (– 1,6 %)
Bruttoergebnis 5.478 79,9 % 5.491 79,2 % – 13 – 0,2 %
           
Marketing- und Vertriebskosten – 2.587 – 37,7 % – 2.801 – 40,4 % 214 – 7,6 %
(Davon: Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte)2 ( 565) (– 566) (–) ( 0,1 %)
Verwaltungskosten – 270 – 3,9 % – 259 – 3,7 % – 10 4,0 %
Forschungs- und Entwicklungskosten – 1.496 – 21,8 % – 1.310 – 18,9 % – 186 14,2 %
(Davon: Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte)2 (– 1) (– 1) () (1,4 %)
Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge 468 6,8 % – 24 – 0,3 % 492 > 100,0 %
Operatives Ergebnis (EBIT) 1.593 23,2 % 1.097 15,8 % 497 45,3 %
             
Abschreibungen / Wertminderungen / Wertaufholungen 831 12,1 % 874 12,6 % – 42 – 4,9 %
(Davon: Sondereinflüsse) (71) (90) (– 19) (– 21,0 %)
EBITDA 2.425 35,4 % 1.970 28,4 % 454 23,0 %
             
Restrukturierungsaufwendungen 12 30 – 18 – 59,7 %
Integrationskosten / IT-Kosten 18 1 17 > 100,0 %
Gewinne (–) / Verluste (+) aus abgegangenen Geschäften – 330 – 330
Akquisitionsbezogene Sondereinflüsse
Sonstige Sondereinflüsse 3 3
EBITDA vor Sondereinflüssen 2.128 31,0 % 2.002 28,9 % 126 6,3 %
2
Ohne Abschreibungen auf selbsterstellte oder einzeln erworbene Software.

Das Bruttoergebnis des Unternehmensbereichs Healthcare blieb im Geschäftsjahr 2016 – trotz leicht rückläufiger Umsatzerlöse - stabil auf dem Niveau des Vorjahrs und lag bei 5.478 Mio. € (Vorjahr: 5.491 Mio. €). Die hieraus resultierende Bruttomarge konnte leicht auf 79,9 % (Vorjahr: 79,2 %) gesteigert werden.

Die Aufwendungen für Marketing und Vertrieb gingen zurück auf 2.587 Mio. € (Vorjahr: 2.801 Mio. €), was im Wesentlichen auf die Beendigung der Vertriebskooperation mit Pfizer für Rebif® in den USA zum Ende des Vorjahrs zurückzuführen war.

Die Forschungs- und Entwicklungsquote stieg auf 21,8 % (Vorjahr: 18,9 %) und spiegelt damit die höheren Aufwendungen im Berichtsjahr von 1.496 Mio. € (Vorjahr: 1.310 Mio. €) wider. Der Anstieg war zurückzuführen auf die Aktivitäten in der klinischen Entwicklung, insbesondere im Bereich der Immunonkologie unter anderem im Rahmen des Avelumab-Programms. Darüber hinaus wurden die Anstrengungen bei sogenannten Frühphasenprojekten verstärkt. Gegenläufig wirkte die Auflösung von Rückstellungen für Nachlaufkosten aus aufgegebenen Forschungsprojekten. Im Geschäftsjahr 2016 wurden Rückstellungen in Höhe von 57 Mio. € aufgelöst, die ursprünglich im Zusammenhang mit der Einstellung von klinischen Entwicklungsprojekten in den Vorjahren, zum Beispiel Evofosfamide, gebildet wurden.

Die Veränderungen in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen waren im Wesentlichen zurückzuführen auf Sachverhalte, die im Rahmen der Berechnung des EBITDA vor Sondereinflüssen wieder bereinigt wurden. Unter anderem waren in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen die Wertminderung des Co-Kommerzialisierungsrechts für Xalkori® (71 Mio. €) sowie Gewinne aus der Rückgabe der Rechte an Kuvan® an BioMarin Pharmaceutical (330 Mio. €) und aus dem Verkauf einer Minderheitsbeteiligung (30 Mio. €) enthalten. Außerdem stiegen die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen Lizenzerlöse für Avonex® und Plegridy® (beide Biogen Inc.) um 47 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr aufgrund eines Patents in den USA, das Ende Juni 2016 erteilt wurde.

Insgesamt erzielte Healthcare einen Anstieg des EBITDA vor Sondereinflüssen im Vergleich zum Vorjahr auf 2.128 Mio. € (Vorjahr: 2.002 Mio. €). Die resultierende EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen lag bei 31,0 % (Vorjahr: 28,9 %).

Die Entwicklung des EBITDA vor Sondereinflüssen in den einzelnen Quartalen im Vergleich zum Vorjahr ist in der nachfolgenden Übersicht dargestellt:


HEALTHCARE

EBITDA vor Sondereinflüssen und Veränderung nach Quartalen1
in Mio. €/Veränderung in %

1 Quartalsaufteilung ungeprüft.

Entwicklung des Business Free Cash Flow

Im Geschäftsjahr 2016 belief sich der Business Free Cash Flow des Unternehmensbereichs Healthcare auf 1.648 Mio. € (Vorjahr: 1.581 Mio. €). Für die Erhöhung dieser Kennzahl war im Wesentlichen das gestiegene EBITDA vor Sondereinflüssen verantwortlich. Gegenläufig wirkten sich höhere Investitionen aus, die im Wesentlichen durch Investitionen in den Standort Darmstadt getrieben waren.

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Healthcare

Business Free Cash Flow

Veränderung
in Mio. € 2016 2015 in Mio. € in %
EBITDA vor Sondereinflüssen 2.128 2.002 126 6,3 %
Investitionen in Sachanlagen, Software
sowie geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte
– 348 – 289 – 59 20,4 %
Veränderungen der Vorräte – 38 – 27 – 11 40,5 %
Veränderungen der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen sowie der Forderungen aus Lizenzen
– 94 – 105 11 – 10,2 %
Business Free Cash Flow 1.648 1.581 67 4,2 %

Die Entwicklung des Business Free Cash Flow in den einzelnen Quartalen im Vergleich zum Vorjahr ist in der nachfolgenden Übersicht dargestellt:


HEALTHCARE

Business Free Cash Flow und Veränderung nach Quartalen1
in Mio. €/Veränderung in %

1 Quartalsaufteilung ungeprüft.