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Prognosebericht

Der vorliegende Bericht gibt für das Geschäftsjahr 2017 eine Prognose für den Merck-Konzern sowie die drei Unternehmensbereiche Healthcare, Life Science und Performance Materials wieder. Die Prognose umfasst unsere bedeutsamsten internen Steuerungskennzahlen, die unverändert gegenüber dem letzten Jahr Umsatzerlöse, EBITDA vor Sondereinflüssen und Business Free Cash Flow sind. In unserer Prognose sind neben dem Verkauf des Geschäfts in Pakistan sowie der Akquisition von BioControl Systems, Inc., USA (BioControl), im Unternehmensbereich Life Science keine weiteren Portfolioänderungen enthalten. Merck befindet sich in fortgeschrittenen Verhandlungen zur Veräußerung der Biosimilars-Geschäftsaktivitäten und ein Vollzug der Veräußerungstransaktion wird noch im Geschäftsjahr 2017 erwartet. Im Jahr 2016 lagen die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in diesem Bereich bei etwa 130 Mio. €.

Prognose für den Merck-Konzern

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in Mio. € Ist-Zahlen 2016 Prognose für 2017 Wesentliche Annahmen
Umsatzerlöse 15.023,5 – Leichtes bis moderates organisches Wachstum
– Neutraler Wechselkurseffekt
– Leichtes organisches Wachstum bei Healthcare
– Solides organisches Wachstum leicht über Marktwachstum bei Life Science
– Leichtes organisches Wachstum bei Performance Materials
– Neutraler Wechselkurseffekt durch positive € / US-Dollar-Entwicklung und negative Währungsentwicklungen in verschiedenen Wachstumsmärkten
EBITDA vor Sondereinflüssen 4.490,4 – In etwa stabil gegenüber Vorjahr; dies umfasst eine leicht positive oder negative prozentuale Schwankung um den Vorjahreswert – Bei Healthcare steigende Aufwendungen in die Forschung und Entwicklung
– Weitere Realisierung von Synergien aus der Integration von Sigma-Aldrich im Bereich Life Science
– Leichte Umsatzerholung und aktives Kostenmanagement bei Performance Materials
Business Free Cash Flow 3.318,2 – Rückgang im einstelligen Prozentbereich – Steigende Investitionen in Sachanlagen und Digitalisierungsinitiativen

Umsatzerlöse

Für den Konzern erwarten wir für das Jahr 2017 ein leichtes bis moderates organisches Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr. Aus Wechselkursveränderungen sollte sich für den Merck-Konzern insgesamt ein neutraler Effekt für das Jahr 2017 ergeben. Diese Prognose basiert auf einem € / US-Dollar-Kurs im Bereich von 1,06 – 1,10, was einem positiven Währungseffekt im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Für die Währungen wesentlicher Wachstumsmärkte, beispielsweise für Lateinamerika, gehen wir hingegen weiterhin von einer Abwertung aus. Infolge der aktuellen politischen und makroökonomischen Entwicklungen erwarten wir für das Jahr 2017 insgesamt eine hohe Volatilität der Währungskurse.

Für den Unternehmensbereich Healthcare rechnen wir im Jahr 2017 mit einem leichten Anstieg der organischen Umsatzerlöse. Der wesentliche Treiber hierfür wird weiterhin die hohe Dynamik in unseren Wachstumsmärkten sein, die das unverändert herausfordernde Marktumfeld bei Rebif®und den andauernden Preisdruck in zahlreichen Märkten kompensieren sollte. Wir erwarten, dass das organische Umsatzwachstum zudem leicht von der vollständigen Übernahme der Vermarktung des Antidiabetikums Glucophage®in China von Bristol-Myers Squibb Company (BMS), USA, zum Jahresanfang 2017 profitieren wird.

Im Unternehmensbereich Life Science rechnen wir für das Geschäftsjahr 2017 mit einem soliden organischen Wachstum der Umsatzerlöse, das damit leicht über dem erwarteten Marktwachstum liegen sollte. Hierzu dürfte wiederum Process Solutions in besonderem Maße beitragen.

Für den Unternehmensbereich Performance Materials gehen wir für den Prognosezeitraum von einem leichten Wachstum der organischen Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr aus. Wir rechnen mit einem Volumenanstieg in allen Geschäftseinheiten. Im Geschäft mit Flüssigkristallen können wir allerdings nicht ausschließen, dass sich die ersten Anzeichen einer Normalisierung unserer Marktanteile gegenüber dem sehr hohen Niveau der Vorjahre fortsetzen.

EBITDA vor Sondereinflüssen

Das EBITDA vor Sondereinflüssen ist unsere wichtigste Kennzahl zur Steuerung des operativen Geschäfts. Für den Merck-Konzern insgesamt gehen wir für 2017 davon aus, dass das EBITDA vor Sondereinflüssen in etwa stabil gegenüber dem Vorjahr bleibt; dies umfasst eine leicht positive oder negative prozentuale Schwankung um den Vorjahreswert.

Für den Unternehmensbereich Healthcare erwarten wir dabei insbesondere infolge weiter steigender Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen für unsere Pipeline einen prozentualen Rückgang des EBITDA vor Sondereinflüssen gegenüber dem Vorjahr im hohen einstelligen Prozentbereich.

Für den Unternehmensbereich Life Science rechnen wir für 2017 aufgrund einer guten organischen Umsatzentwicklung mit einem prozentualen Wachstum des EBITDA vor Sondereinflüssen im hohen einstelligen bis niedrigen Zehnerbereich im Vergleich zum Vorjahr. Hierzu wird auch die weiterhin planmäßige Synergierealisierung aus der Akquisition von Sigma-Aldrich beitragen.

Die gegen Jahresende 2016 hin sichtbare Erholung im Displaymarkt, sowie die verbreiterte Ertragsbasis und hohe Kostendisziplin unseres Unternehmensbereichs Performance Materials tragen dazu bei, dass wir für 2017 mit einem leicht höheren EBITDA vor Sondereinflüssen gegenüber dem Vorjahresniveau rechnen.

Der Aufwand für Konzernkosten und Sonstiges sollte sich 2017 voraussichtlich im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessern.

Business Free Cash Flow

Für den Business Free Cash Flow des Merck-Konzerns erwarten wir für das Jahr 2017 einen Rückgang im einstelligen Prozentbereich, getrieben durch höhere Investitionen in Sachanlagen und Digitalisierungsprojekte.

Prognose für den Unternehmensbereich Healthcare

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in Mio. € Ist-Zahlen 2016 Prognose für 2017 Wesentliche Annahmen
Umsatzerlöse 6.855,0 – Leichtes organisches Wachstum – Organisches Umsatzwachstum in Wachstumsmärkten kompensiert den andauernden Umsatzrückgang von Rebif®
– Anhaltender Preisdruck in Europa und in den Regionen Asien-Pazifik sowie Mittlerer Osten und Afrika
– vollständige Übernahme der Vermarktung des Antidiabetikums Glucophage®in China von BMS trägt leicht zum Umsatzwachstum bei
– Geringer negativer Portfolioeffekt durch den Verkauf des Geschäfts in Pakistan mit einem Umsatzvolumen im mittleren zweistelligen Millionenbereich im Jahr 2016
EBITDA vor Sondereinflüssen 2.127,9 – Prozentualer Rückgang des EBITDA vor Sondereinflüssen gegenüber dem Vorjahr im hohen einstelligen Prozentbereich – Weiterhin steigende Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen infolge der Weiterentwicklung unserer Pipeline, insbesondere im Bereich der Immunonkologie
– Negativer Produktmixeffekt durch Rückgang von Rebif®
– Wegfall von einmaligen Erträgen im Vorjahr, z. B. Auflösung von Rückstellungen für in Vorjahren eingestellte Forschungsprojekte und Veräußerung einer Minderheitsbeteiligung
– Lizenzeinnahmen für Avonex®durch ein 2016 in den USA erteiltes Patent
– Vertraglich vereinbarte Einmalzahlung zur Abgeltung künftiger Lizenzzahlungen
Business Free Cash Flow 1.648,1 – Rückgang im niedrigen zweistelligen Prozentbereich – Rückgang des EBITDA vor Sondereinflüssen
– Fortsetzung der Investitionen in Sachanlagen und Digitalisierung im Rahmen strategischer Initiativen

Umsatzerlöse

Für den Unternehmensbereich Healthcare gehen wir für das Jahr 2017 von einem leichten organischen Wachstum der Umsatzerlöse aus. Dazu wird voraussichtlich die Entwicklung unserer Wachstumsmärkte in den Regionen Lateinamerika, Mittlerer Osten und Afrika sowie Asien-Pazifik in hohem Umfang beitragen. Ebenso gehen wir davon aus, dass die vollständige Übernahme der Vermarktung des Antidiabetikums Glucophage®in China von BMS zum Jahresanfang einen leicht positiven Einfluss auf unsere Umsatzerlöse haben wird. Diese positiven Effekte sollten den weiterhin erwarteten Umsatzrückgang bei Rebif®sowie den anhaltenden Preisdruck in Europa und in den Regionen Asien-Pazifik sowie Mittlerer Osten und Afrika kompensieren können. Des Weiteren gehen wir davon aus, dass auch unser Consumer-Health-Geschäft zu der positiven organischen Umsatzentwicklung beitragen wird. Der Verkauf unseres Geschäfts in Pakistan mit einem Umsatz im mittleren zweistelligen Millionenbereich, der im 4. Quartal 2016 stattgefunden hat, wird im Jahr 2017 zu einem geringen portfoliobedingten Umsatzrückgang führen. Darüber hinaus sind in unserer Prognose keine weiteren Veränderungen unseres Portfolios für das Geschäftsjahr enthalten.

EBITDA vor Sondereinflüssen

Für das Jahr 2017 rechnen wir für das EBITDA vor Sondereinflüssen des Unternehmensbereiches Healthcare mit einem prozentualen Rückgang gegenüber dem Vorjahr im hohen einstelligen Prozentbereich. Ein wesentlicher Treiber für diese Entwicklung sind weiterhin die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen zur Weiterentwicklung unserer Pipeline. Hier investieren wir beispielsweise stark in unsere Forschungsprojekte im Bereich der Immunonkologie. Wir erwarten zudem ausgeprägte Forschungsaktivitäten in anderen Bereichen, unter anderem aus den im Januar 2017 einlizenzierten vier onkologischen Forschungs- und Entwicklungsprogrammen von Vertex Pharmaceuticals Inc., USA. Weiterhin gehen wir davon aus, dass sich unser Produktmix infolge des erwarteten Umsatzrückgangs unseres hochprofitablen Produkts Rebif®ungünstig entwickeln wird. Zudem werden positive einmalige Effekte aus dem Vorjahr in diesem Jahr entfallen. Hierzu gehören unter anderem der Verkauf einer Minderheitsbeteiligung sowie die Auflösung von Rückstellungen für in den Vorjahren beendete Forschungsprojekte. Ergebnissteigernd werden sich nach unserer Einschätzung Lizenzeinnahmen durch ein 2016 in den USA erteiltes Patent im Interferon-Bereich auswirken. Zudem haben wir im Februar 2017 eine vertragliche Vereinbarung abgeschlossen, nach der wir eine Einmalzahlung zur Abgeltung zukünftig fälliger Lizenzzahlungen in Höhe von 123 Mio. US-Dollar (114 Mio. € auf Basis des Umrechnungskurses am 6. Februar 2017) erhalten werden. Trotz der dadurch wegfallenden regulären Lizenzeinnahmen wird dies im Geschäftsjahr 2017 zu einer Verbesserung des EBITDA vor Sondereinflüssen im mittleren bis hohen zweistelligen Mio.-€-Bereich führen. Diese positiven Effekte werden die gegenläufigen Entwicklungen jedoch nur zum Teil kompensieren können.

Business Free Cash Flow

Für den Business Free Cash Flow des Unternehmensbereichs Healthcare rechnen wir für das Jahr 2017 mit einem Rückgang im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Neben dem erwarteten Rückgang des EBITDA vor Sondereinflüssen werden hierzu voraussichtlich anhaltende Investitionen in Sachanlagen und Digitalisierungsinitiativen beitragen.

Prognose für den Unternehmensbereich Life Science

30.5 KB EXCEL
in Mio. € Ist-Zahlen 2016 Prognose für 2017 Wesentliche Annahmen
Umsatzerlöse 5.657,9 – Solides organisches Wachstum, und damit leicht über dem erwarteten Marktwachstum von etwa 4 % pro Jahr – Process Solutions voraussichtlich weiterhin stärkster Wachstumstreiber
– Research Solutions und Applied Solutions tragen in geringerem Umfang ebenfalls positiv zur organischen Umsatzentwicklung bei
– Geringer positiver Portfolioeffekt durch den Zukauf von BioControl, das im Jahr 2015 einen Umsatz von 34 Mio. US-Dollar erzielte
EBITDA vor Sondereinflüssen 1.652,3 – Prozentuales Wachstum gegenüber Vorjahr im hohen einstelligen bis niedrigen Zehnerbereich – Positive Entwicklung infolge des erwarteten Umsatzwachstums
– Planmäßige Realisierung zusätzlicher Synergien aus der Akquisition von Sigma-Aldrich in Höhe von 80 Mio. € gegenüber dem Vorjahr
Business Free Cash Flow 1.144,0 – Anstieg im Zwanzig-Prozentbereich – Höheres EBITDA vor Sondereinflüssen
– Verbessertes Management von Lagerbeständen

Umsatzerlöse

Für den Unternehmensbereich Life Science gehen wir für das Jahr 2017 von einem soliden organischen Wachstum der Umsatzerlöse aus, das damit leicht über dem erwarteten Marktwachstum von rund 4 % p.a. liegt. Wir erwarten, dass alle Geschäftseinheiten hierzu einen positiven Beitrag leisten werden. Die Geschäftseinheit Process Solutions wird voraussichtlich auch im Jahr 2017 größter organischer Wachstumstreiber bleiben. Aber auch die Geschäftseinheiten Research Solutions und Applied Solutions sollten zur positiven Entwicklung beitragen. Wir erwarten zudem, dass erste Umsatzsynergien im Zuge der voranschreitenden Sigma-Aldrich-Integration positiv zum organischen Umsatzwachstum beitragen werden. Ende 2016 haben wir das Unternehmen BioControl übernommen, welches im Jahr 2015 einen Umsatz von rund 34 Mio. US-Dollar erzielte. Die erstmalige Einbeziehung wird voraussichtlich zu einem geringen positiven Portfolioeffekt im Jahr 2017 führen.

EBITDA vor Sondereinflüssen

Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Unternehmensbereichs Life Science wird voraussichtlich im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr prozentual im hohen einstelligen bis niedrigen Zehnerbereich wachsen. Diese Entwicklung steht im Einklang mit der erwarteten Umsatzentwicklung. Darüber hinaus werden wir die planmäßige Realisierung von Synergien aus der Akquisition von Sigma-Aldrich im Jahr 2017 mit hoher Priorität fortsetzen. Nachdem wir 2016 bereits Kostensynergien in Höhe von rund 105 Mio. € realisiert haben, erwarten wir für 2017 noch einmal zusätzliche Synergien von rund 80 Mio. €.

Business Free Cash Flow

Für den Business Free Cash Flow unseres Unternehmensbereichs Life Science erwarten wir einen Anstieg im Zwanzig-Prozentbereich. Hierzu wird insbesondere die Entwicklung des EBITDA vor Sondereinflüssen beitragen. Ferner erwarten wir, dass sich ein verbessertes Management der Lagerbestände positiv auf den Business Free Cash Flow auswirken wird.

Prognose für den Unternehmensbereich Performance Materials

30 KB EXCEL
in Mio. € Ist-Zahlen 2016 Prognose für 2017 Wesentliche Annahmen
Umsatzerlöse 2.510,7 – Leichtes organisches Wachstum – Volumenanstieg in allen Geschäften, unter anderem getrieben durch eine gegen Jahresende 2016 sichtbare Erholung im Displaymarkt
– Weiterhin marktüblicher Preisrückgang im Geschäft mit Flüssigkristallen
EBITDA vor Sondereinflüssen 1.106,4 – Leichter Anstieg – Erholung im Display-Markt, verbreiterte Ertragsbasis und aktives Kostenmanagement können den anhaltenden Preisrückgang bei Flüssigkristallen mehr als kompensieren
Business Free Cash Flow 1.010,7 – Rückgang im niedrigen zweistelligen Prozentbereich – Höhere Investitionen in Sachanlagen und Digitalisierungsinitiativen

Umsatzerlöse

Für unseren Unternehmensbereich Performance Materials rechnen wir für das Jahr 2017 mit einem leichten Wachstum der organischen Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr. Hierzu werden voraussichtlich alle Geschäfte durch Volumenanstiege beitragen. Die gegen Jahresende 2016 hin sichtbare Erholung im Displaymarkt sollte sich positiv auf das Geschäft mit Flüssigkristallen auswirken. Hier können wir allerdings nicht ausschließen, dass sich die ersten Anzeichen einer Normalisierung unserer Marktanteile gegenüber dem sehr hohen Niveau der Vorjahre fortsetzen werden. Der branchenübliche Preisdruck im Geschäft mit Flüssigkristallen dürfte zudem auch 2017 anhalten und unser organisches Umsatzwachstum beeinflussen.

EBITDA vor Sondereinflüssen

Die zum Jahresende 2016 hin sichtbare Erholung im Displaymarkt sowie die breitere Ertragsbasis mit mittlerweile vier starken Bereichen sowie aktives Kostenmanagement sollten den anhaltenden Preisrückgang bei Flüssigkristallen kompensieren. Für das EBITDA vor Sondereinflüssen unseres Unternehmensbereichs Performance Materials gehen wir daher für 2017 von einem leicht höheren EBITDA vor Sondereinflüssen gegenüber dem Vorjahresniveau aus.

Business Free Cash Flow

Für den Unternehmensbereich Performance Materials gehen wir für den Business Free Cash Flow von einem Rückgang im niedrigen zweistelligen Prozentbereich aus. Insbesondere rechnen wir mit höheren Investitionen in Sachanlagen und Digitalisierungsinitiativen.

Zusammenfassung

Für das Jahr 2017 rechnen wir für den Merck-Konzern mit einem leichten bis moderaten Wachstum der organischen Umsatzerlöse, zu dem voraussichtlich alle Unternehmensbereiche beitragen werden. In Bezug auf die Fremdwährungskurse erwarten wir insgesamt einen neutralen Effekt auf unsere Umsatzerlöse, wobei sich die € / US-Dollar-Entwicklung positiv und die Währungsentwicklung in verschiedenen Wachstumsmärkten negativ auswirken dürften.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Merck-Konzerns sollte in etwa stabil gegenüber dem Vorjahr sein; dies umfasst eine leicht positive oder leicht negative prozentuale Schwankung um den Vorjahreswert. Im Unternehmensbereich Healthcare rechnen wir weiterhin mit steigenden Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen für die Weiterentwicklung unserer Pipeline sowie mit einem negativen Produktmixeffekt. Der Unternehmensbereich Life Science wird nach unserer Einschätzung organisch leicht über dem Markt wachsen und die planmäßige Realisierung der Synergien aus der Akquisition von Sigma-Aldrich mit hoher Priorität fortsetzen. Im Unternehmensbereich Performance Materials werden die verbreiterte Ertragsbasis und die hohe Kostendisziplin voraussichtlich dabei helfen, den marktüblichen Preisrückgang bei Flüssigkristallen zu kompensieren.

Der Business Free Cash Flow des Merck-Konzerns dürfte infolge höherer Investitionen in Sachanlagen und in Digitalisierungsprojekten voraussichtlich im einstelligen Prozentbereich zurückgehen.